shadow

A. K. : „ Mut ist die Überwindung der Bequemlichkeit!“

Im Zusammenhang mit einem Literaturprojekt in der Schule wurde uns die Möglichkeit gegeben den Hamburger Unternehmer Herrn K. zu Interviewen. Hauptthema des Interviews war „Mut im Alltag“. Herr K. ist ordentlich gekleidet und trägt eine Brille. Er trägt gedeckte Farben, fällt aber trotzdem durch sein selbstbewusstes Erscheinungsbild auf wenn er den Raum betritt. Der Familienvater ist ein sehr offener und bodenständiger Mensch, er hat Freude daran anderen Menschen von seinem Leben zu erzählen und zeigt keine Scheu seine Meinung preis zu geben.
Der gebürtige Dresdner wächst in Hamburg auf und studiert Betriebswirtschaftslehre in Mannheim. Während des Studiums übernimmt er notgedrungen im Alter von 18 Jahren den Familienbetrieb. Durch den plötzlichen Druck, der auf seinen Schultern lastet und die wenige Erfahrung die er hat treibt er den Papiergroßhandel zunächst fast in den Ruin. Er hat jedoch den Mut weiterhin bei den Banken nach neuen Krediten zu fragen um später aus den Schulden zu entkommen und eine europaweite Firma mit über 50 Mitarbeitern zu führen.
Als der Unternehmer 2013 in Rente, geht fängt er an sich mehr für seine Leidenschaft, einzusetzen. Die Kunst.
Heute leitet er eine große Kulturstiftung in Hamburg, die Geld für Hamburger Museen und Künstler sammelt um Ihnen die Existenz zu ermöglichen. Das Geld wird von der Stadt Hamburg und von Privatpersonen aufgebracht, oft organisiert Herr K. Reisen für die Spender der Stiftung zur Besichtigung der Herkunftsländer einiger Kunstwerke. Er opfert wöchentlich mehrere Stunden für seine ehrenamtliche Arbeit. A. K. arbeitet, wie er sagt aus „Altruismus und Egoismus“. Er möchte anderen Menschen die Möglichkeit geben Kunst zu genießen und er möchte sich selber davon abhalten im Rentenalter herum zu sitzen, zudem hat er einfach Spaß an der Sache.

Das Hauptthema unseres Literaturprojekts und auch das des Interviews ist das Thema Mut. Auch zu diesem Thema kann uns Herr K. seine klare Meinung vermitteln:„ Mut ist die Überwindung der Bequemlichkeit.“
Wir unterhalten uns hauptsächlich über den Mut im Alltag. Dazu gehören für ihn Fehler zuzugeben und die Bereitschaft sich unbeliebt zu machen definitiv dazu. Diese Erkenntnisse muss er auf unangenehme Weise lernen. Dazu erzählt er uns Geschichten von seiner Firma und seinen Angestellten, die ihn natürlich achten, aber bei denen er sich auch unbeliebt macht wie zum Beispiel nach einem vermasselten Auftrag, den man dann in Überstunden wieder ausbessern muss oder wenn man einen Mitarbeiter entlassen muss. Auf die Frage nach einem persönlichen Mustererlebnis erzählt uns A. K. eine wahre Begebenheit aus seinem Leben: Vor ein paar Jahren war er mit einem Freund in der Bahn als ein Fremder auf die zwei zugeht und seinen Freund mit einem Messer bedroht. Herr K. erkennt die Gefahr, aber springt nicht direkt dazwischen, sondern versucht die Situation verbal zu lösen und hat dabei Erfolg. Der Mann, der die zwei Herren bedroht, zieht sich zurück ohne jemanden verletzt zu haben „ Mut ist das Entgegentreten einer Gefahr“ sagt A. K. in diesem Zusammenhang.
Auf die Frage ob Meinungsäußerung etwas mit Mut zu tun hat gibt Herr K. eine entschiedene Antwort: Ja, man muss den Mut haben seine Meinung einer Mehrheit gegenüber zu vertreten. Um das Interview zu beenden, stellen wir eine abschließende Frage: „Ist ein Menschenleben ohne mutiges Verhalten möglich?“ Darauf antwortet er, dass es definitiv möglich ist, aber nicht eine so hohe Lebensqualität besitzt wie ein Leben mit mutigem Verhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Herr K. ein sehr beeindruckender und hart arbeitender Mensch ist. Obwohl er in Rente ist, arbeitet er immer noch mehrere Stunden die Woche für seine Mitmenschen um ihnen Möglichkeiten zu verschaffen die er nicht hatte. Er hat eine klare Meinung, ist aber interessiert daran sich die Meinung eines anderen anzuhören und seine eigene zu überdenken. Dies zeugt von hoher Intelligenz.