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Der geheimnissvolle Traum

von Marie Meyer

Oh Nein! Saskia erschrak. Sie sah einen Autounfall mitten auf der Königsstraße. Ein kleines rotes Auto krachte mit einem großen grauen Transporter zusammen. Alle schrien und liefen zum Tatort wo der Unfall passiert war. 

Saskia ist ein 15jähriges Mädchen das noch nicht lange mit ihren Eltern und ihren zwei Brüdern in Hamburg lebte. Sie wohnten in einer großen Wohnung mitten in der Stadt. Ihre Brüder Daniel und Paul die jünger als sie waren mussten wieder auf Ihr Bett springen und Sie so an einem Freitagmorgen wecken. Saskia wachte auf und sah alles erst einmal ganz verschwommen. Sie hörte nur die nervigen Stimmen Ihrer Brüder. Als Sie etwas wacher war stand Saskia auf und machte sich fertig für die Schule. Doch dieser Traum ließ sie nicht los. Wieso träumte sie plötzlich von einem Autounfall? Was hat das zu bedeuten? Saskia war schon immer eine Träumerin und schrieb Ihre Träume in einem Buch auf. Ihr Gefühl sagte ihr, dass dieser Traum besonders sei aber keiner wusste ob er gut oder schlecht war. Als Saskia zur Schule ging, sah sie eine Baustelle auf Ihrem Schulweg der Ihr den Weg versperrte. Aber sie kannte einen anderen Weg der auch zur Schule führte. Der Weg war etwas länger aber Saskia hatte genügend Zeit. Sie hatte so ein mulmiges Gefühl und sie fragte sich ob es am Traum liegen kann. Sie ging die Straße weiter und weiter bis Saskia plötzlich erschrak. Sie stand mitten in der Königsstraße. Genau die gleiche Straße wie in Ihrem Traum. Alles sah so aus wie in Ihrem Traum. Auf der anderen Straßenseite ein kleiner Supermarkt mit einer kleinen Bäckerei und daneben eine Apotheke.
Saskia merkte, dass sie vor dem gleichen Supermarkt stand wie in ihrem Traum. Sie sah nach links und nach rechts und wirklich alles sah genau so aus. Saskia stand einfach nur da und konnte es nicht fassen. Sie war in Ihren Gedanken so vertieft bis sie von einem lauten Knall aus ihren Gedanken gerissen wurde. Ein kleines rotes Auto war mit einem großen, grauen Transporter zusammengestoßen. Saskia war fassungslos. Neben ihr geschah ein Autounfall und das genau wie in ihrem Traum. Alle fingen an zu schreien und liefen zu den Autos. Sie schaute in ihr Buch mit ihren aufgeschriebenen Träumen. Es geschah alles genau so. Saskia war verwirrt. Tausend Fragen häuften sich in ihrem Kopf.
Schlafe ich noch? Bin ich noch in meinem Traum oder bin ich wach? Was ist gerade bitte passiert? Saskia hoffte, dass es nur ein Zufall war.
Krankenwagen und Polizei waren nach wenigen Minuten vor Ort. Eine ältere Dame wurde tot aus dem Auto getragen. Saskia fiel auf, dass, die Dame in ihrem Haus wohnte. Jetzt war sie einfach gestorben. Eine Frau mit einer harten Schale und weichen Kern. Man war erstaunt wie viel sie mit ihrem hohen Alter noch konnte. Alle waren schockiert. Der Fahrer vom Transporter wurde mit einer Gehirnerschütterung und einem gebrochenen Arm ins Krankenhaus gebracht.

Saskia sah auf die Uhr und merkte, dass sie schnell weitermusste. Doch sie sah genauer auf ihre Uhr. Ihr fiel das Datum auf. Freitag der 13. April! Saskia war erschrocken. Sie ging zur Schule und wollte einfach nicht an das Datum denken, denn Saskia war ein sehr abergläubisches Mädchen. Erstaunlicher Weise verlief der Tag gut. Auf dem Rückweg nach Hause war die Polizei noch vor Ort.
Saskia bekam mit, dass die Polizei nicht herausfand wieso die Autos zusammenstießen. Doch da kam eine Augenzeugin und meinte, dass der Fahrer versuchte zu bremsen aber es nicht funktionierte. Die Polizei kontrollierte das Auto und Ihnen fiel auf, dass die Bremsschläuche zerschnitten wurden. Saskia konnte das einfach nicht mehr hören. Sie lief und lief weiter nach Hause. Bloß weg vom Unglück und dieser Straße dachte sie sich. Doch plötzlich stolperte sie und fiel auf den harten Steinboden. Ihr Bein schmerzte und es flossen ein paar Tränen ihr Gesicht herunter. Doch auf einmal sah Saskia eine ausgestreckte Hand vor ihrem Gesicht. Sie schaute hoch und sah einen Jungen mit blonden Locken und blauen Augen wie sie sie noch nie gesehen hatte. Er fragte ob alles in Ordnung wäre und half Saskia hoch. Sie bedankte sich und wurde rot dabei. Er stellte sich mit dem Namen Jonas vor und Saskias Augen strahlten. Sie stotterte ihren Namen, da Jonas ihr den Kopf verdreht hatte. Sie war hin und weg von Jonas. Seine Augen so blau wie der Himmel eines schönen Sommertages und seine Stimme war Musik für Saskias Ohren. Ihre Schmerzen ließen nach. Jonas fragte Sie warum sie es denn so eilig hatte. Saskia erklärte ihm alles, doch vor Aufregung vergaß sie den Tod der älteren Dame zu erzählen.
Daraufhin lud Jonas Saskia auf einen Kakao ein um erst einmal den Schock zu verarbeiten. Die beiden unterhielten sich als würden sie sich schon ewig kennen. Jonas war in einer Schulband und spielte Gitarre und Saskia nahm Gesangsunterricht da sie im Chor sang. Es vergingen zwei Stunden und Saskia merkte, dass es schon sehr spät war und sie nach Hause musste. Sie wunderte sich warum ihre Eltern sich noch nicht meldeten. Jonas brachte Saskia nach Hause. Vor der Hautür sagte Jonas, dass er hier in der Nähe wohnt. Die Beiden tauschten ihre Nummern aus und umarmten sich. Saskia bedankte sich noch einmal für die Hilfe. Sie ging die Treppen zu ihrer Wohnung langsam hoch. Sie musste erst einmal Ihre Gedanken sammeln. Als Saskia vor der Haustür stand, hörte sie ihre Eltern streiten. Sie schloss die Tür auf und ging ins Wohnzimmer wo ihre Eltern standen und sich anschrien.


Saskia rief so laut sie konnte „Stopp“ und Ihre Eltern erschraken und fragten wo sie gewesen sei. Saskia erzählte ihnen alles. Ihre Eltern stritten schon wieder wegen unwichtigen Dingen. Anstrengend so etwas! Sie ging in ihr Zimmer und schlief sofort ein. Sie war komplett fertig von dem was heute alles passiert war. Am nächsten Morgen ging Saskia eine Runde spazieren. Sie war wieder in der Königsstraße wollte aber schauen was in der Nebenstraße war, denn von dort hörte sie Musik. Sie ging weiter und kam der Musik immer näher. Sie sah von weiten einen blonden Jungen. Saskia erkannte Jonas sofort. Ihr Herz schlug schneller und ihre Mundwinkel zogen sich etwas hoch. Doch Saskia wollte sich nicht anmerken lassen, dass sie einfach ausflippen könnte vor Freude. Jonas war echt ein so schöner Junge der einen verstand.
Sie sah, dase er gerade mit seiner Band im Hinterhof probte. Er spielte Gitarre und sang dazu. Seine Stimme war einfach nur himmlisch. Sie spielten ihr Lieblingslied. Als das Lied vorbei war, kam Jonas auf Saskia zu und nahm sie in den Arm. Er fragte, ob es ihr besser ging. Doch irgendwie hatte Saskia ein mulmiges Gefühl bei dieser Umarmung. Sie fühlte sich unsicher. Das Gefühl gefiel Saskia nicht. Doch Jonas merkte nichts, ließ sie los und probte weiter. Saskia hörte der Band noch weiter zu.

Nach einer halben Stunde war die Probe beendet und Saskia und Jonas gingen spazieren. Sie standen in der Straße wo der Unfall passierte. Saskia schaute Jonas an und sah, dass er anfing zu zittern und ihm einige Tränen das Gesicht runterliefen. Saskia fragte Jonas erschrocken was denn los sei. Er erzählte ihr, dass er gestern Abend erfahren hat, dass seine Oma bei einem Autounfall ums Leben kam. Saskia war schockiert. In ihr ging es drunter und drüber. Jonas sah sie an und fragte wieso sie so blass sei. Jonas erzählte ihr wie es passiert war. Saskia sah den Unfall in ihren Gedanken wie er in ihrem Traum passiert war. Sie hörte das Geschrei der Menschen und wie die Rettungssanitäter die tote ältere Dame aus dem Auto trugen. Saskia hatte Tränen in den Augen und sah wie Jonas immer und immer mehr Tränen über sein Gesicht liefen. Sie nahm ihn in den Arm um ihn zu trösten.
Saskia konnte es fast gar nicht aussprechen aber sie musste Jonas erzählen was passiert war. Saskia erzählte Jonas, dass sie gestern beim Autounfall dabei war und dass sie diesen Unfall eine Nacht zuvor geträumt hatte. Jonas sah Saskia erschrocken und wütend gleichzeitig an. Er hielt ihre Arme fest und schüttelte sie vor Wut. Jonas schrie Saskia an und gab ihr die Schuld für den Unfall. Hätte Saskia das nicht geträumt wäre das nicht passiert. So war Jonas Einstellung zu Saskia. Saskia wollte sich verteidigen, doch Jonas ließ sie nicht und unterbrach sie. Er schrie Saskia an und war schockiert, dass sie jetzt noch was sagen wollte. Er nannte sie den schlimmsten Menschen den er jemals kennengelernt hatte. Jonas drehte sich um und ging in die Dunkelheit. Saskia fiel erst da auf wie dunkel es war.
Sie stand einfach da und schaute Jonas hinterher bis sie ihn nicht mehr sah. Saskia drehte sich um und ging nach Hause. Auf dem Weg fing sie mehr und mehr an zu weinen. Er nannte sie den schlimmsten Menschen, obwohl sie nichts für den Unfall konnte. Sie konnte doch nichts dafür, dass sie von einem Unfall träumte. Saskia war enttäuscht und sauer.

Es vergingen einige Tage. Von Jonas hatte sie nichts mehr gehört. Saskia war auf dem Weg nach Hause von der Schule, bis sie ihren Namen von weitem hörte. Sie drehte sich um und sah, dass es Jonas war. Saskia ging schneller. Sie wollte Jonas nicht in die Augen blicken. Doch Jonas war schneller, denn sie spürte plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter die sie zurück hielt. Saskia drehte sich um und bat Jonas zu gehen.
Sie wollte nicht mit einem Menschen reden der sie den schlimmsten Menschen nannte. Jonas fing an zu reden und entschuldigte sich. Ihm tat das alles leid was er zu Saskia sagte. Er erklärte, dass seine Oma ihm alles bedeutete. Er war sehr traurig und hatte alles an Saskia ausgelassen. Saskia erzählte Jonas, dass sie so verletzt war. Sie konnte nichts dafür, dass sie so etwas geträumt hatte. Jonas bat sie tausendmal um Verzeihung. Saskia musste überlegen. Sie war echt verletzt aber jeder hat doch eine zweite Chance verdient. Saskia konnte Jonas auch ein bisschen verstehen. Sie kam zu dem Entschluss, dass sie ihm verzieh. Die Bedingung war, dass Jonas so etwas nie wieder sagen sollte. Er nahm Ihre Hände und sagte ihr, dass er sie liebt wie noch nie jemanden zuvor. Saskia war gerührt und beichtete ihm, dass sie ihn auch von ganzem Herzen liebte. Jonas sah Saskia tief in die Augen und beugte sich langsam zu ihr und küsste sie. Saskia war in diesem Augenblick so glücklich wie noch nie. Die Beiden gingen glücklich Hand in Hand nach Hause.