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Der Kurzurlaub

Von Yassin Nije, 17 Jahre

Mein Name ist Elisabeth Jane und ich bin FBI Profilerin, ich komme grad von einem  kurz  Trip in mein Heimatland Gambia, eigentlich diente der Kurzurlaub zur Entspannung und Erholung vom stressigem FBI Alltag, doch dies bleibt nur ein lang ersehnter Traum.
Früh am Morgen packten mein Mann und ich die Koffer um am Abend unseren Flug zu erwischen. Wir erzählten niemanden von unseren geplanten Trip, denn wir sind keine Freunde von großen Verabschiedungen, auch wenn es nur für diese paar Tage, man könnte auch Stunden sagen, ist unsere Familien sind zu dramatisch was das Thema an geht. Also hieß es nur mein Mann und ich. Mein Mann ist Chirug im St.Marcus Hospital, wir sind beide viel beschäftigt, um so größer ist die Vorfreude. Ich musste noch schnell ins Büro um eine Akte vom letzten Fall zurückzubringen. Ich nahm sie mit nach Hause, weil dies einer der persönlichsten Fälle war, der mir je unter gekommen ist. Es ging um eine Entführung eines 12 jährigen Mädchens, sie wurde von einem Schwerverbrechers namens Tyrone Underwood als Geisel festgehalten. Er forderte die Freilassung seines Bruders, der im Fox River Staatsgefängnis seine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes an den Richter James Cannedie absitzen muss .Er nahm das Mädchen als seine Geisel und befestigte eine Bombe an ihr. Die beiden Männer wurden gefasst, doch das Mädchen wurde bei der Festnahme getötet. Ich gab mir selbst die Schuld dafür und saß tagelang nur zuhause rum, umso mehr freute ich mich auf den Urlaub in meinem Heimatland. In Gambia verschwinden all meine Sorgen, man könnte sagen mit einem Sonnenstrahl verschwinden alle Sorgen und ich sehe die Welt aus einer anderen, friedvolleren Perspektive. Mein Mann und ich trafen uns dann also am Flughafen, er meckerte mal wieder über mein vieles Gepäck aber genau das liebte ich so an ihm, er wuchs in einfachen Verhältnissen auf und könnte selbst mit nur einem T-shirt den ganzen Urlaub verbringen. Als wir am Flughafen ankamen lief alles reibungslos, wir waren mit unter den ersten und überquerten somit am schnellsten den Check-In. Ich hatte meine Waffe und Marke wie gewohnt in meiner rechten Seitentasche, worauf mein Mann mir sagte, ich solle alle beide in meine Handtasche reinpacken, es ist ihm unangenehm wenn jeder weiß, er hat eine FBI Argentin neben sich, ich hatte wie immer darüber gelacht, denn ich kannte es schon von ihm. Wie immer flogen wir mit erster Klasse, mein Mann liebt die Freigetränke dort. Von Miami bis Gambia sind es acht Stunden Flug, die verbrachte ich mit Zeitunglesen und ausreichend Schlaf. Da ich davor noch im Büro war, hatte ich noch einen Hosenanzug an, mit dem ich aber auf keinen Fall in Gambia landen konnte, also zog ich mich im Flugzeug um. Eine kurze Shorts, ein kleinen Hut und noch etwas Lippenstift auf die Lippen uns schon war ich gambiareif, wie ich es immer nenne. Ich wollte gerade die Toilette verlassen, als plötzlich die Tür hakte. Ich drückte mit meinem ganzen Körper dagegen, doch die Tür bewegte sich kein Stück. Ich klopfte und rief jemand solle mir helfen, aber aus irgendeinem Grund hörte mich keiner. Ich steckte ungefähr 15min dort fest bis ein Crew Mitglied mich dort befreite, ich sah meinen Mann vor der Tür, er wurde misstrauisch und bat ein Crewmitglied die Toilette aufzuschließen. Ich war verwirrt, denn als ich nachschaute bemerkte ich ,dass man die Tür nur von außen absichtlich abschließen konnte, doch ich war so voller Vorfreude endlich gleich zu landen, daher scherte ich mich nicht weiter darum. Nur noch wenige Minuten, dann würde ich auf gambianischem Boden stehen. Die Landung verlief reibungslos, ich öffnete noch vor dem Signal meinen Gürtel und stand als erste an der Flugzeugtür. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, darauf zu warten bis die Tür zum Paradies endlich geöffnet wird. Kurz darauf sprach der Pilot über sein Mikrofon und wünschte uns einen schönen Aufenthalt im wunderschönen Gambia. Er öffnete die Tür und ich spürte sofort den weichen Wind, der über mein Gesicht streifte. Es roch nach Meer, das auf der anderen Seite schon auf uns wartete, die Sonne schien mir ins Gesicht, so dass ich nicht einmal meine Augen gleichzeitig offen halten konnte. Ich lies diesen Moment auf mich wirken, denn ich wusste genau, ich würde den Jahre lang nie wieder verspüren können. Ich bat die Stewardess neben mir ein Foto von mir und meinem Mann zu machen, wie meine alte Lehrerin immer sagte: „ Ein Foto für die Nachwelt“. Wir gingen also hinaus aus dem Flughafen und suchten unseren Wagen, den wir uns gemietet hatten, der Parkplatz war so voll, wir wussten es würde ein wenig dauern, daher teilten wir uns auf, er nach Osten ich nach Westen. Wir bestellten eine schwarze Limousine von Mercedes. Die Suche nach dem Auto kam mir wie eine Ewigkeit vor, da ich schnell an den Strand wollte, um die Zeit mit meinem Mann zu genießen. Plötzlich sah ich ein Auto, dass von außen genaustens auf die Beschreinbung hindeutet, doch als ich rein sah bekam ich einen Schock.

Das Auto war voller Fotos von mir und meinem Mann, das Atmen fiel mir schwer, ich bekam für einen Moment blieb mir der Sauerstoff aus. Es waren Fotos von uns auf der Arbeit, in unserem Lieblings Resturant und in unserem Haus. Plötzlich kam mir der Gedanke an meinen Mann, wo war er? Mir war die Angst ins Gesicht geschrieben. Ich wollte meine Waffe aus meine Tasche holen, doch sie war weg, ich lief um den Parkplatz und rief immer wieder nach dem Namen meines Mannes, doch es kam keine Antwort. Aus dem Nichts tippte mir jemand an die Schulter, es war mein Mann ich war erst erleichtert, doch beim genaueren hinschauen sah ich das Blut an seiner Nase. Ich fragte, was los sei, doch er war wie vermummt. Es kam ein Mann von der Seite, er kannte meinen Namen, aber nicht nur das, er fing an Dinge über mich zu erzählen wie mein Alter meine Herkunft, meinen Job. Ich fragte ihm woher er das alles wüsste und was er von mir möchte, er antwortete: „ ICH WILL RACHE“ . Seine Stimme klang so kalt und widerstandslos, ich war verwirrt, ich habe doch keine Feinde, wer will denn Rache an mir ausüben und gibt sich so eine mühe mich bis nach Afrika zu verfolgen?. Kaum war meine Frage über den Verantwortlichen ausgesprochen hielt er meinem Mann eine Waffe an den Kopf, es war meine. Es war keine Zeit da um darüber nachzudenken wie er an die gekommen ist, ich musste mir was überlegen um meinem Mann lebend aus der Situation zu befreien. Ich flehte ihn, an und fragte ihm was das alles solle und was er von mir verlangte. Er ignorierte mich und band meinem Mann ein schwarzes Tuch um die Augen, ich schrie vor Wut und fragte ihn, was das alles soll, der Mann gab mir einen Briefumschlag und schoss drei mal in die Luft. Sobald der erste Schuss fiel herrschte Panik auf dem Parkplatz. Hunderte von Menschen liefen um ihr Leben, der Unbekannte lief mit meinem Mann in eine Richtung, ich lief den beiden sofort hinterher. Ich schubste jedem der mir in die Quere kam von der Seite um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Ich spürte, dass die Kraft in mir langsam verschwand aber ich wollte nicht aufgeben, denn es ging hierbei um meine Familie, ich werde sie auf kosten meines eigenen Lebens beschützen. Ich verfolgte sie bis ans Ende des Parkplatzes, dann stiegen sie in einen weißen Transporter ein und verschwanden hinter der nächsten Kreuzung. Ein Moment der Verzweiflung kam über mich, ich zückte sofort mein Telefon um den Standort meines Mannes durch seine Handy herauszufinden, doch die Entführer waren schlau genug es im Parkplatz wegzuwerfen. Ich wollte mir sofort ein Taxi nehmen, doch dann sah ich mich um und fand unseren Mercedes, das Kennzeichen stimmte und als ich auf den Schlossentriegler des Autos drückte, sprang das Auto auf. Aber das Auto was meinem Mann entführte war weg, also machte ich mich auf dem Weg zu meiner Oma. Ich übersah jedes Straßenschild um so schnell wie möglich ins Haus meiner Oma zu kommen, denn nur dort konnte ich alles nochmal Revue passieren lassen. Nach der gefühlten längsten Fahrt meines Lebens kam ich an, ich schnappte mir meine Tasche vom Rücksitz und lief sofort ins Haus. Sie schlugen sofort die Arme auf als sie mich sahen und küssten mich rechts und links auf die Wange. Diese Wärme, die über mich kam, ich spürte sofort die Liebe meiner Oma und ihre Freude mich bei ihr zu sehen, sie fragte mich ob sie träumen würde, da mein Besuch nicht angekündigt war. Sofort kam mir der Geruch meiner Oma entgegen, ihr Parfüm, das sie seit zehn Jahren benutzte, den ich sogar aus zehn Metern Entfernung riechen könne und wissen würde es ist das Parfüm meiner Oma.

Das Haus hatte sich seit meinem letzten Besuch bis auf ein paar Kleinigkeiten nicht sonderlich viel verändert. Ich schämte mich, denn wie es so üblich in Gambia ist, ist es Tradition die Schuhe vorne auszuziehen, mir liegt eigentlich viel an unserer Tradition, aber ich war wie gelähmt. Meine Oma merkte, dass mit mir was nicht stimmte und zerrte mich sofort ins Schlafzimmer. Sie fragte mich, was los sei doch in diesem Moment wusste ich, dass ich schnell handeln muss, damit ich meinem Mann befreien konnte. Ich ging ohne etwas zu sagen nach oben in das Zimmer, dass meine Oma für mich und meine Schwester immer frei hält, öffnete den Schrank und holte einen kleinen Koffer raus. Darin waren eine neun Millimeter Waffe, ein Notfall Telefon, das so groß war wie das neue Tablett von Apple, aber immerhin in bis zu 100m Tiefe noch funktioniert und sogar wasserresistent ist und eine Sniper von der Marke shoot&gone. Der Koffer war mit einem doppelten Boden besetzt, darin war ein GPS Gerät. Meine Oma fragte mich, was los sei und ob es mir und meinem Mann gut gehe. Ich schilderte ihr in der kurz was los sei und dass ich mich so schnell wie möglich auf die Suche nach meinem Mann machen müsste. Sie schlug vor die gambianische Polizei zu kontaktieren, aber ich sagte ihr das wäre nicht möglich. Sie könnten nichts gegen diese Art von Verbrechern machen und außerdem hätte ich kein Vertrauen zu den Polizisten. Die Korruption in diesem Land hätte sich nie geändert. Ich sagte ihr, ich müsse da selbst ran. Sie wollte mich davon abhalten, aber mit mir war nicht zu reden. Ich kontaktierte meine Informanten in Miami um herauszufinden, wer es auf mich und meinem Mann abgesehen hatte. Die meisten wussten nicht einmal wovon die Rede war bis ich meinen letzten Informanten darauf aufmerksam machte. Er machte sich schlau und erzählte mir er hätte von solch einer ähnlichen Aktion gehört. Der Drahtzieher sei aber nicht nur irgendein Verbrecher, es war der, dem ich vor Kurzem erst begegnet war, Tyrone Underwood. Ab diesem Moment wusste ich, mein Mann hatte nur noch 24h zu leben, denn das ist seine Vorrangehensweise. Tyrone war bekannt für seine gut geplanten Entführungen. Er ließ die Entführten zunächst von seinen leuten verprügeln und brachte sie dann zum Schluss selbst um. Doch ich hatte ihn vor kurzem festgenommen, er hätte meinen Mann also nicht selber umbringen können. Ich nahm das Notfalltelefon um in der Zentralle anrufen zu können. Ich ließ mich an meinen Partner Tom Hafrey weiterleiten. Er machte mir klar, dass dies kein Spaß sei. Tyrone Underwood ist aus dem Hochsicherheitstrakt, wo er bis vor drei Tagen festsaß ausgebrochen. Ich schilderte ihm sofort die Lage und bat ihm umgehend sich und seine Familie im Zeugenschutz zu begeben. Tom verständigte umgehend Interpool und buchte sich den nächsten Flug nach Gambia. Tom würde trotzdem erst in 10  Stunden in Gambia landen. In der Zeit konnte ich nicht einfach Däumchen drehen. Mir war bewusst, ich müsste mich jetzt alleine durchschlagen und versuchen Hinweise zu sammeln. Dann kam mir der Gedanke an das Auto, der Transporter, der meinen Mann entführt hatte. Da war ein Nummernschild dran. Das ging aber alles so schnell, ich konnte mir das Nummernschild nicht merken. Ich durfte nicht in Verzweiflung geraten. Glücklicherweise geschah es auf einem Parkplatz, dutzend Überwachungskameras. Ich gab meiner Oma einen feuchten Kuss. Ich versprach ihr am nächsten Tag mit meinem Mann zum Essen zu erscheinen, nahm die Autoschlüssel und machte mich auf direkten Weg zum Flughafen. Endlich am Flughafen angekommen lief ich sofort zu einem der Sicherheitsbeamten. Ich zeigte ihnen meine Marke und sagte ihm ich müsste mich umgehend mit dem zuständigen Sicherheitschef unterhalten. Wir gingen zusammen in einen geschlossenen Raum, ich schilderte ihn die Lage und bat ihm mit einer vorgespielten Freundlichkeit mir die Überwachungsvideos der letzten fünf Stunden zu übergeben.

Er antwortete mit gehobener Stimme, es sei nicht möglich ohne Gerichtsbeschluss. Ich fiel sofort aus der Fassung, packte den circa 30 Zentimeter größeren Mann am Arm und drehte ihn in den Polizeigriff. Ich wiederholte meine bitte aber diesmal klang meine Stimme nicht so freundlich wie am Anfang. Der Mann war still. Also stieß ich mit meiner Hand seinen Kopf gegen die Wand. Er sagte er könne mir sie nicht geben, sie würden ihn sonst umbringen. Ich zog seinen Kopf von der Wand und drückte sie ein weiteres Mal dagegen und fragte ihn, wen er meinte mit „SIE“ . Er sagte, er könne es mir nicht sagen. Dann wurde mir klar, ich müsste andere Geschütze auffahren. Ich holte meine Handschellen aus der Tasche und fesselte ihn an einem Stuhl. Durch die Stöße an die Wand begann er an der Stirn schon etwas zu bluten. Ich machte ihm ein Angebot, mir entweder die Überwachungsvideos der letzten fünf Stunden zu überreichen oder sich jetzt festnehmen zu lassen aufgrund Behinderung der Justitz, er hätte die Wahl. Er erzählte mir etwas von wegen er könne nichts machen und sie würden ihr Geld zurück verlangen. Ich nahm mein Tuch, das ich um den Hals trug und band es ihm um den Mund, ging raus und sagte zu einem seiner Mitarbeiter, sein Vorgesetzter hätte ihn darum gebeten mir die Überwachungsvideos zu geben. Der Mitarbeiter fragte, wo sein Chef sei. Daraufhin brauchte ich eine schnelle und glaubwürdige Ausrede. Ich erzählte ihm, er würde mit seiner Frau telefonieren und wolle nicht gestört werden. Der Mitarbeiter schluckte die Ausrede und nahm mich mit ins Archiv, er überreichte mir einen USB-stick. Um nicht weiter auf mich auffällig zu machen verschwand ich umgehend vom Flughafen. Ich fuhr so schnell wie möglich in ein Internetcafé um mir die Überwachungsvideos anzugucken. Auf dem Weg zum Parktplatz bekam ich eine Nachricht von meinem Partner Tom, er würde schon im Flugzeug sitzen und in den nächsten 6 Stunden landen. Ich fuhr auf direktem Wege in die Stadt und mietete mir ein Hotel Zimmer. Ich lies mir vom Zimmerservice ein Laptop zubringen und öffnete die Datei auf dem USB- stick. Fünf Stunden nun warten, auf den Bildschirm schauen bis etwas passiert. In der Zwischenzeit schrieb ich Tom eine Nachricht, in welchem Hotel ich untergekommen war, denn ich nahm ein anderes als geplant, als Vorsichtsmaßnahme vor noch einem Zwischenfall von den Handlangern des Tyrone Clans. Während ich mir die Überwachungsvideos anschaute, nahm ich mir einen Drink um etwas runterzukommen. Nach zwei Stunden sah ich einen Mann aus dem Mercedes steigen, in dem ich die Fotos von mir und meinem Mann fand. Er trug eine Baseball Cap und war daher nicht zu identifizieren. Doch das Nummernschild war zu Erkennen. Ich rufte daraufhin sofort in der Zentrale an um es überprüfen zu lassen. Sie durchstöberten die Datenbank um den Besitzer des Autos herauszufinden. Nach wenigen Augenblicken bekam die Nachricht mit der Herkunft des Autos. Das Auto war von der Autovermietungsfirma Namens GFK-Cars. Sofort nahm ich mein Handy in die Hand um den Sitz der Firma ausfindig zu machen, kurz darauf bekam ich eine Nachricht von Tom, er sei schon gelandet. Ich nahm meine Sachen und fuhr zum Flughafen. 180km/h, ich fuhr so schnell ich konnte, denn langsam ging die Sonne unter und ich musste noch zur Autovermietungsfirma. Ich fuhr mit offenem Fenster, da es so warm war, der kalte aber erfrischende Wind spürte ich an jede Faser meines Körpers, ich dachte an meinem Mann, wie es ihm wohl ergehen würde und was ich nur ohne ihm machen würde. Wenige Meter vor dem Flughafen standen Polizisten mit Gewehre. Sie kontrollierten jedes Auto, dass sich in an den Flughafen begeben wollte. Ich musste so schnell wie möglich reagieren und meine Waffe unter dem Sitz zu verstecken. Als ein Polizist zu mir ans Auto kam spielte ich eine ahnungslose junge Frau und machte ihm schöne Augen. Ich fragte ihm was für einen Grund es hätte einen solchen Einsatz auszuführen. Er erklärte mir, dass es heute morgen einen Vorfall auf dem Parktplatz gab und es nur eine Vorsichtsmaßnahme sei. Ich nahm seine Hand und streichelte sie ein wenig um möglichst einer Kontrolle zu entkommen. Ich fragte ihm, ob ich vorbei dürfte da ich sehr eilig hätte, er lächelte mich an und bat mich um meine Telefonnummer, denn nur so dürfte ich vorbei. Ich antwortete nicht sondern zückte einfach einen Hundertdollarschein aus meiner Tasche, steckte sie ihm in den Kragen und fragte ihn, ob dies nicht viel besser wäre als nur eine gewöhnliche Nummer. Der Polizist zögerte nicht lange und bat seine Kollegen mich durch zu lassen. Ich sah Tom schon am Eingang des Flughafens stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Ich warf ihm einem Blick zu er solle einsteigen. Ich hielt nur einen kurzen Moment am Flughafen und fuhr sofort in Richtung Autovermietung, im Auto brachte ich Tom auf den neuesten Stand. Die Firma war nur etwa zehn Autominuten vom Flughafen entfernt. Der Adresse zufolge waren wir da, aber es war kein Parktplatz mit Autos oder ein Bürogebäude in sicht. Da stand ein Haus, ein kleines Haus. Der Vorgarten sah aus als hätte sich monatelang keiner darum gekümmert. Tom hob die Hand und zeigte nach vorne. Die Tür stand auf. Wie hielten beide unsere Waffen in der Hand und gingen rein, Tom vorraus, wie auch bei einem echten Einsatz. Wir gingen einmal durchs ganze Haus aber keine war da, also machten wir uns an den herumliegenden Stapel Akten zu schaffen, wir suchten nach hinweisen die uns zu meinem Mann oder Tyrone führen könnte. Eine Akte nach den andere durchsuchten wir, aber fanden nichts was und auch nur ansatzweise helfen könnte. Ich ging in die Küche ans Fenster um etwas runter zukommen. Plötzlich sah ich am Kühlschrank einen Zettel, darauf stand „Call T.U.“ Damit könnte nur Tyrone gemeint sein. Doch da stand keine Nummer. Kurz darauf kam Tom in die Küche. Er machte mich auf den herumliegenden Notizblock aufmerksam. Ich nahm es in die Hand und suchte nach einer weitern Notiz, dass etwas mit Tyrone zu tun haben könnte. Doch da stand nichts, dass uns weiter helfen könnte. Ich wollte es grade zur Seite legen bis Tom aufschrie ich soll mich nicht bewegen. Er kam zu mir rüber und nahm das Notizblock. Dort war eine Seite rausgerissen wurden. Er nahm sich einen Bleistift und kritzelte auf den Notizblock. Dadurch konnten wir entziffern, was auf der Seite stand. Dort stand eine Adresse und wieder „T.U.“ Das war eine heiße Spur, doch die Adresse war auf der anderen Seite der Stadt und die Sonne war schon untergegangen. Tom lief ins Auto uns sagte wir sollen uns so schnell wie möglich auf dem Weg machen. Ich gab ihm die Schlüssel und forderte ihm zum fahren auf, ich war so erschöpft und müsste einen klaren Kopf kriegen. Nach etwa zwei Stunden Autofahrt blinkte etwas am Auto, der Tank war fast ausgebraucht. Es war schon Nacht und ich fast eingeschlafen. Tom hielt an der nächsten Tankstelle. Während ich am Tanken war kaufte Tom uns noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir machten uns wieder auf dem Weg zur Adresse, ich schaute ständig aus dem Fenster und dachte nur an die Situation auf dem Parkplatz. Ich gab mir selbst die Schuld für das alles, mein Mann und ich wollten schon immer eine kleine Familie haben, doch mit meinem Job als Profilerin wäre es nahezu unmöglich. Ich fragte mich, ob es der Job wert ist mein Leben so auf den Kopf zu stellen, wäre ich Krankenschwester oder ähnliches geworden, wäre es nie dazu gekommen. Aber all die Verbrecher die wir geschnappt haben, unser Land war bedroht und mit meiner Hilfe haben wir sie geschnappt. Ich fühlte mich so hilflos ich hatte das Gefühl ich hätte mich verloren. Plötzlich hielten wir an, vor uns ein leerstehendes Industriegebäude. Es sah runtergekommen aus aber perfekt für Schwerverbrecher wie Tyrone sich zu verstecken. Abgelegende Gegend und dazu noch wie mir kurz darauf bewusst wurde ein Funkloch. Es schien aber nicht schwer bewacht zu sein, mir kam das alles komisch vor, keine einzige Wache an der Tür. Für ein Schwerverbrecher wie Tyrone recht ungewöhnlich. Tom sah sich erst etwas um und gab mir dann das Zeichen, dass es sicher sei. Er ging vor und ich mit gehobener Waffe hinterher. Wir machten es wie bei einer Ratzia, erst den Raum in dem wir uns befanden sichern und sich ins nächste weiterarbeiten. Plötzlich hörte ich ein Geräusch, es kam von oben.

Tom und ich liefen die Feuertreppe hoch. Als wir ganz oben Ankamen standen wir vor einer Terrassentür. Ich versuchte einen Blick zu Riskieren um mich zu vergewissern, dass mein Mann sich dort drin aufhalten würde. Doch die Fenster waren mit Zeitungspapier zugeklebt. Die Terrasse war nicht wirklich groß, dass machte es uns um so schwieriger in den Raum rein schauen zu können. Tom versuchte in jedem Winkel des Fensters eine kleine Lücke zu finden, die schwiergkeit war es dabei noch unbemerkt zu bleiben. Plötzlich hörten wir Stimmen, jemand war im Raum. Man konnte kaum verstehen was sie sagen dennoch konnten wir anhand der verschiedenen Stimmen die Anzahl der Menschen im Raum bestimmen. Es waren ungefähr drei Männer. Tom sagte wie wollten etwas warten bis mindestens einer aus dem Raum geht im zuzuschlagen. Wir warteten nicht mehr als zwei minuten bis einer wieder anfing zu reden, es hörte sich nach einer Verabschiedung an. Was uns so sicher machte? Gar nichts, wir hatten keine Garantie, dass einer von denen wirklich den Raum verlassen hat aber wir sahen es als unsere Chance in diesem Moment zuzugreifen. Tom schoss die Tür auf und wir begeben uns in den Raum. Schnell wurde aufeinander Geschossen. Tom übernahm die rechte und ich die Linke Seite, wir waren ein Eingespieltes Team. Wie erwartet war einer dieser Männer  gegangen. Wir schalteten also mit unserem Überraschungsangriff die beiden Männer mit jeweils zwei gezielten Schüssen aus. Die schüsse blieben nicht umbemerkt und schnell hörten wir den dritten Mann auf dem Treppengeläder. Wir liefen ins andere Zimmer, dort befand sich ein Schreibtisch, auf den Schreibtisch befand sich ein Umschlag, dort stand mein Name drauf und die Adresse meiner Oma. Sie wollten sie mir zu schicken, doch ich kam ihnen bevor. In diesem Augenblick wurde mir klar, dass Tyrone ein gefährliches Spiel mit uns spielte. Er war nicht im Gebäude, das hieß für mich und Tom wir müssten so schnell wie möglich verschwinden, bevor wir gingen nahm ich mir den Umschlag und steckte sie mir in die Tasche. Wir gingen diesmal von der anderen Seite wieder die Treppen runter um möglichts unbemerkt zu bleiben. Als wir unten ankamen liefen wir zum Auto, starteten sofort den Motor und fuhren so schnell wie möglich weg um eine weitere Schießerei zu vermeiden. Kaum im Auto öffnete ich den Umschlag. Dort war ein USB- stick.

Ich nahm mir sofort Toms Laptop der im Rücksitz lag und öffnete die Datei. Dort war nur ein eine einzige Datei, es war ein Video. Als ich es öffnete sah ich meinen Mann, in Handschellen an einen Tisch gefesselt. Sie hielten ihm einen Zettel vor und er laß vor was dort stand. Sie hatten Anforderungen. Sie wollten 100 millionen Dollar an ein bestimmtes Konto überwiesen bekommen, sonnst würden sie meinen Mann umbringen und sich an jeden weiteren aus meiner Familie vergreifen bis ich ihren Anforderungen erfülle. Um mir zu zeigen wir ernst sie es meinten schossen sie meinem Mann ins Knie, sie sagte es sei nur der Anfang, um so länger ich brauchen würde das Geld aufzutreiben um so schneller würde mein Mann verbluten. Sie sagten ich hätte bis Morgen Abend bei Sonnenuntergang Zeit, dann würden sie meinen Mann erschießen. Aus mir kam kein Ton, ich war in diesem Moment in einer Schock starre. Mir ging es auf einmal so schlecht. Ich hatte das Gefühl ich würde müsste mich übergeben. In meinem Kopf drehte sich alles, ich spulte immer wieder zurück und sah mir an wie sie meinem Mann ins Knie geschossen haben. Tom machte ein Fenster auf, er redete mir Mut ein und erzählte mir was von wir würden es schaffen, wir würden ihm finden, doch ich wusste es waren nur leere Versprechungen. Keiner nicht einmal er wusste wie wir ihm jemals finden wollen, geschweige den 100 millionen Dollar her kriegen sollen. Natürlich hatten mein Mann und ich noch unser erspartes von den letzen Jahren aber das hätte unmöglich gereicht. Wir mussten einen anderen Weg finden. Es war schon spät geworden, also schlug Tom vor ein Hotel aufzusuchen. Also fuhren wir weiter bis wir ein nächstlegendes  Hotel fanden. Währen Tom sich um ein Zimmer kümmerte packte ich schon mal im Auto unsere Sachen zusammen und traf ihn naher in der Lobby wieder. Er mietete uns beiden ein gemeinsames Zimmer, er sagt es sei zu gefährlich mich alleine zu lassen. Ich hatte damit kein Problem, ich machte mir nur sorgen um Tom, er war früher mal in mich verliebt. Ich hoffte nur es war kein versuch meine Verzweiflung auszunutzen, denn ich hätte in diesem Moment für nichts garantieren können, denn Tom ist ein attraktiver man. Er hatte kurze braune Haare, seine grünen Augen. Wir beide waren verheiratet, aber Tom war schon immer ein Chameur, vor allem wenn es um mich ging. Es hieß also nicht nur stark bleiben und versuchen meinen Mann zu finden, sondern ich musste mir ein Zimmer mit Tom teilen und seinen Versuchungen wiederstehen können. Das war für mich keine leichte Aufgabe, also widmete ich mich nur noch das Video.

Ich sah mir das Video gefühlte 100 mal an ohne nur einen Hinweis zu finden. Doch beim genaueren hinschauen sah ich etwas. In der Brille meines Mannes spiegelte sich etwas. Ich stoppte das Video an der Stelle, wo es am deutlichsten wurde und vergrößerte das Bild. Es sah aus wie ein Leuchtturm. Das war unsere heiße Spur. Ich wollte sofort zu Tom, ich schaute noch oben und es war schon Nacht, ich hab mich so sehr auf das Video konzentriert, dass ich die Zeit vergessen hab. Ich ging rüber ans Bett, Tom  war schon eingeschlafen. Ich weckte ihn auf, zugegeben ich nahm andere Maßnahmen ein um ihn komplett wach zu kriegen, doch in dem Moment war mir das alles egal. Er war verwirrt und fragte mich was los sein, ich war voll außer Fassung und warf ihm seine Jacke zu, er solle sich anziehen, ich weiß, wo mein Mann ist. Er sprang ohne jegliche Erklärung auf, nahm die Autoschlüssel und ging an die Tür. Tom fragte mich wohin er nun fahren sollte, ich erklärte ihm, dass sich in den Brillengläsern meines Mannes ein Leuchtturm gespiegelt hatte. Es war nicht nur irgendein Leuchtturm erklärte ich ihm, in Gambia gibt es nur eines das sich am Weststrand befindet. Also habe ich Tom dort hin gelotst, ich wusste wir waren schon nah dran und dachte keines Wegs an Aufgeben. Als wir am Leuchtturm angekommen waren, mussten wir uns umsehen. Auf dem Video konnte man den Leuchtturm genau sehen, das heißt sie mussten meinem Mann irgendwo in der Nähe versteckt halten. Um den Leuchtturm herum waren ein Paar Häuser. Ich überlegte, welches ungefähr von der Höhe her passen könnte. Tom müsste mindestens im zweiten Stock festgehalten wurden sein. Da waren nur zwei Häuser die zwei Stockwerke hatten, sie standen sich alle gegenüber. In diesem Moment war unsere logisches Denkvermögen gefragt, vom welchen Winkel her es passen könnte. Tom und ich entschieden uns risikoreich für das rechte. Wir hörten auf unser Bauchgefühl. Wir entschieden uns um ins Haus zu gelangen, den Hintereingang zu nehmen. Wir gingen davon aus, dass das Haus stark bewacht ist. Also laden wir unsere Waffen. Wir wussten nicht was uns erwarten würde, ob wir es überhaupt lebend aus dem Haus schaffen. Bevor wir rein gingen nahm Tom mich in den Arm, er flüsterte mir, dass alles gut gehen würde. Ich hatte Angst diese wärme nie wieder spüren zu können aber ich hatte keine andere Wahl, ich musste meinem Mann aus der Gefangenschaft befreien. Tom und ich gingen also rein, wie immer ging er vor und ich hinterher, es lief ab wie bei einem Einsatz. Ich hörte mit jedem Schritt mein Herz lauter Klopfen, ich musste mehrmals tief durchatmen, ich musste konzentriert blieben. Noch nie fiel es mir so schwer nicht außer Fassung zu geraten. Wir hatten das ganze Erdgeschoss abgesucht und nichts gefunden. Mitten im Raum befand sich eine Treppe, sie führte nach oben. Tom gab mir ein Zeichen, er hob seine Hand, das hieß er würde nach oben gehen. An den Treppen angekommen befand sich oben eine Tür, sie war oben Rechts mit Glas besetzt. Währen Tom aufpasste, dass keiner von unten kommt, wagte ich ein Blick durch das Glas.

Als ich rein schaute fiel mir für einen Moment die Luft aus, mein Herz hat einen Schlag ausgesetzt, ich war wie gelähmt, was ich dort sah wünsche ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind. Ich sah meinen Mann. Er war gesund. Er lebte. Ich war nicht einmal verletzt. Im Video hatten sie ihm ins Knie geschossen, doch ich sah ihn gesund und munter laufen. Er lief rum mit einem Schokoriegel in der Hand an einen Tisch. Ich konnte es nicht fassen, er setzte sich mit Tyrone an einen Tisch und es sah so aus als würden sie sich gut verstehen. Mein Mann unterhielt sich mit einem Schwerverbrecher als wären sie Freunde gewesen, alte Freunde die sich über alte Zeiten unterhielten. Wie erwartet blieben Tom und ich nicht unbemerkt. Von unten kamen sechs Männer auf uns zu. Wir konnten uns ergeben oder versuchen zu dem Raum mit meinem Mann zu laufen, in der Hoffnung mein Mann könnte uns aus der Situation raus helfen. Die Männer schrien wir sollen unsre Waffen auf dem Boden legen und uns umdrehen, mit dem Rücken zu ihnen. Sie nahmen uns unsere Waffen weg und legten uns Handschellen an. Sie drückten uns ihre kalten Pistolen an den Nacken und zwangen uns in den Raum zu gehen wo sich Tyrone und mein Mann befanden. Sie hatten uns in der Hand, in dem Moment wusste ich, Ich würde nicht lebend aus dem Haus kommen. Als sie die Tür zu meinem Mann öffneten, hatte ich gehofft, das was ich durch die Tür gesehen haben, war ein Missverständnis und diente nur zu einem merkwürdigen Plan. Doch das war es nicht. Sie lachten sich beide an und sagten, ihr Plan hätte funktioniert. Ich erkannte meinen Mann nicht wieder, sie sagten, sie hatten uns da wo sie uns haben wollten, hilflos uns ohne Aussicht auf weiterleben. Ich sah meinem Mann in die Augen und fragte ihn, was das alles sollte. Er war so kalt, das Schimmern, das ich immer in seinen blauen Augen sah war mit einem Mal verschwunden. Sie fesselten Tom und mich an jeweils an einen Stuhl. Ich fragte was los sei und was sie jetzt  mit uns machen wollen. Ich sah meinem Mann und fragte ihn, ob er mich umbringen will. Er sah mich an und sagte: „ ich nicht, aber ER schon.“ und zeigte rüber zu den beiden Männern, die uns gefesselt hatten. Plötzlich kam Tyrone zu mir rüber und hielt mir eine Waffe an den Kopf, es war meine, die die sie mir schon am Flughafen abgenommen hatten. „ Dein Mann,“ sagte er. Ich fragte ihn, was mit meinem Mann sei und er erzählte mir die ganze Geschichte. Mein Mann hatte vor langer Zeit, bevor wir uns kennenlernten für Tyrone gearbeitet. Als er eines Tages verschwand, verschwanden mit ihm auch zehn Millionen Dollar. Als er nun seinen Racheplan gegen mich schmiedete, fand er meinen Mann wieder, er traf ihn ein paar Wochen und erzählte meinem Mann er wäre ihm was schuldig.

Er sagte ihm, dass wäre sein letzter Auftrag und er wäre danach frei. Tyrone hat ihm ein freies Leben gegen meines angeboten. Mein Mann ging das Angebot ein und plante mit ihm die Entführung. Tyrone erzählte mir, dass er wusste wir würden seinen Forderungen nicht eingehen, sondern versuchen ihn auf eigene Faust zu finden. Er wollte nur Rache an mich nehmen, und mein Mann sei dazu nur ein gewonnener Preis gewesen. Ich war am Boden zerstört. Mein Mann hatte sein Leben für meines verkauft, er  beschrieb es als Aufrag. Ich konnte nicht verstehen, wie man einem Menschen so in den Rücken fallen konnte, ohne jegliche Einsicht zu zeigen, mein Mann war so kalt zu mir. Plötzlich hörten wir etwas Lautes, es klang nach Hubschraubergeräuschen. Tyrone fragte, was das soll. Er wurde nervös. Er ging an ein Fenster um raus zu gucken. Er schrie auf und sagte das FBI sei hier. Ich war verwundert, das FBI? Wir waren ganz ohne Verstärkung her gekommen, wie konnte das FBI unseren Standort erfahren. Ich sah rüber zu Tom und er zwinkerte mir zu. Tyrone war überfordert und versuchte seine Männer auf die FBI zu schießen aber sie hatten Angst, denn das FBI war in der Überzahl. Das FBI stürmte das Gebäude. Sie nahmen Tyrone, seine Männer und meinem Mann fest. Ich konnte meinem Mann vor lauter Enttäuschung nicht einmal mehr in die Augen gucken. Nachdem sie uns vom Stuhl befreit hatten, ging ich raus, es  war alles voller FBI Agenten. Ich ging rüber zu Tom, der grade von einem Arzt behandelt wurde. Ich fragte ihn, woher das FBI wusste, wo wir uns befanden. Er erzählte mir, er hätte seit seiner Ankunft mit ihnen kommuniziert, da er nicht wusste ob die gambianische Polizei mit verwickelt war und sie schickten ein Team rüber. Wie immer hatte Tom mitgedacht und rettete uns somit das Leben.
Mittlerweile habe ich meinen Job als Profilerin gekündigt. Ich lebe jetzt bei meiner Oma in Gambia. Ich wache also jeden Morgen im Paradies auf und schlafe jede Nacht im Paradies wieder ein. Ein Leben in Miami kann ich mir mittlerweile kaum vorstellen. Ich hatte vergessen, wie sehr mir das alles gefehlt hatte. Die letzten Monate waren sehr schwierig für mich, doch ich bin froh, dass es so gekommen ist. In seinem Heimatland lebt es sich am besten, für mich ist das Gambia.