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Der Stabsaugpoxel

von Nora Oumarin

Es lebte Samantha Barbara in Bremen. Sie wohnte alleine, war 30 Jahre alt und arbeitete mit Spaß
im Beruf der Ärztin. Ihr Alltag verlief so, dass sie am Morgen aufstand, frühstückte, sich fertig
machte und losging. Als sie am 12.6.2030 zur Arbeit fuhr, parkte sie ihr Auto und als sie zum
Krankenhaus ging, sah sie mehr Leichen als sonst, die in den Leichenkeller gebracht wurden. Sie
war jedes Mal traurig, dass so viele Menschen wegen Krankheiten starben. Sie dachte sich: „Ich
muss was dagegen tun. Ich kann vielleicht einen Mini-Mikroroboter bauen, der die
Krankheitserreger auffängt, damit sie nicht mehr im menschlichen Körper drin sind.“
Sie wollte die Idee umsetzen und erzählte ihrer Kollegin Frau Schmidt. Die fand die Idee
kindisch und nicht realistisch. Drei Monate vergingen und sie dachte sich: „Wenn ich so was
erfinden möchte, wird es echt teuer für mich, aber auch für die Patienten, die es brauchen.“
Samantha erinnerte sich, dass sie einen Freund namens Thomas hatte, der sich mit so etwas
auskannte. Sie rief ihn an und fragte, ob er Zeit hätte. Sie machten einen Termin am nächsten
Tag aus. Sie war unter Zeitdruck, sie wollte die Idee so schnell wie möglich umsetzen. Es waren
schließlich schon drei Monate vergangen.
Sie trafen sich am nächsten Tag im Café. Samantha erzählte ihm ihre Idee. Er fand sie cool und
sie dachte sich: „Ja! Endlich jemand, der mich versteht.“ Sie unterhielten sich weiter und machten
einen Tag aus, an dem sie anfangen wollten den mini Mikroroboter zu bauen. Als der Tag dann
endlich da war, freuten sich beide anzufangen. Am ersten Tag kam sie sehr weit. Sie arbeiteten
jeden Tag weiter, aber die Kollegin Frau Schmidt machte sich immer noch über sie lustig. Sie war
sie skeptisch, dass so etwas überhaupt funktionieren kann, obwohl der mini Mikroroboter fast
fertig war. Sie haben sich das letzte Mal getroffen am Samstag. Nun war der Staubsaugpoxel
fertig. Sie waren stolz auf sich. Am Montag wollten sie zum Patentamt und die Erfindung
anmelden. Sie bekamen das Patent. Sie haben es im Krankenhaus und beim Gesundheitsamt
angemeldet. Jetzt konnten kranke Menschen aus der ganzen Welt mit ihren Krankheiten
kommen und geheilt werden. Somit hieß es, dass sie noch viele weitere Mikroroboter bauen
mussten. Samantha zeigte ihrer Kollegin Frau Schmidt voller Stolz ihre Erfindung und sagt ihr:
„Wenn man etwas erreichen möchte, muss man auch was dafür tun.“ Zwei Jahre später wurde sie
sehr reich und viel weniger kranke Menschen starben.
Heute, im Jahr 2050, ist sie 50 Jahre alt, lebt in Singapur, ist Mutter von zwei Kindern und
glücklich verheiratet. Thomas lebt immer noch in Bremen, aber wie Samantha auch, glücklich
verheiratet.