shadow

Schulchor in Hamburg „Singen macht mich glücklich“

Von Berfin Havuc

Der Schulchor – so verbringen Schüler ihre Freizeit im Chor: welche schönen oder auch traurigen Momente man erleben kann, wenn man seinem Hobby nachgeht.

An einer Stadtteilschule in Hamburg versammeln sich nachmittags viele Schüler und Schülerinnen im Alter von 16 bis 19 Jahren aus verschiedenen Schulen und gehen ihrer Leidenschaft nach: dem Singen! Die Bühne, die Gemeinschaft, das ist fast ein zweites Zuhause, eine musikalische Heimat.

Um 16 Uhr erscheinen alle pünktlich zum Kurs, der in der Aula stattfindet und verbringen dort bis 18 Uhr ihre Zeit. Es ist genug Platz für alle da, praktischerweise besitzt die Aula eine eigene Bühne, auf dem die Schüler singen. Die Schule ist sehr groß und besitzt viele verschiedene Räume für Aktivitäten. Auf die Frage hin, wie sie denn die räumlichen Gestaltungen finden, waren sie ganz zufrieden damit, da die Räume modern und technisch gut eingerichtet sind. Nach weiterem Nachhaken, ob es nicht doch etwas gäbe, was ihnen nicht gefällt, kam das Problem: Hygienemangel in den Schultoiletten, die Gestaltungen der Flure und einiger Pausenräume, da sie relativ kahl und leer wirken.

Nach drei verschiedenen Interviews mit sehr netten Mitgliedern war eins klar! Sie kommen gerne zum Chor, weil sie es lieben zu singen, da vergisst man schnell die Umgebung, die stört, denn nur das Singen zählt!
Pro Monat einmal oder alle zwei Monate haben sie einen Auftritt. Einige Auftritte haben sie natürlich schon hinter sich, darunter an ihrer Schule, im Sozialhaus Osdorf und ihr nächster Auftritt findet im folgenden Monat Mai, auch in der Altona Fabrik statt. Hier werden eher Englische Lieder gesungen, darunter „Hold back the river“ oder auch „You are the one I want“. Natürlich gibt es auch mal Deutsche Lieder wie z.B. „Bye Bye“ von Cro. Um die Frage: „Wer singt besonders gut oder schlecht“ kam man nicht herum, doch es gibt niemanden, der besonders schlecht singt. Natürlich gibt es schon einige, die eine sehr gute, herausragende Stimme haben.
Eine Frage ist besonders wichtig:„Was sorgt dafür, dass sich alle hier so wohl fühlen?“
Die Antworten sind meistens fast identisch. „Der Grund, warum wir uns wohlfühlen ist, dass wir unsere Freunde um uns haben.“
Alle verstehen sich gut und es gibt kaum Streit untereinander, sie halten zusammen. Die Stimmung ist fast immer gut und sehr lustig, natürlich gibt es auch mal traurige Momente, wobei man ganz emotional wird. Wie zum Beispiel, in dem Moment, als die Kursleiterin plötzlich anfing zu weinen, da der Chor eine ganz besondere Bindung zu ihrem Vater für sie mit sich bringt. Dieser leitete letztes Jahr den Chor, bis er verstarb und nun hat sie seine Aufgabe übernommen.
Wenn alle auf der Bühne stehen und gemeinsam singen, merkt man deutlich, dass sie auf einer Wellenlänge liegen. Es macht ihnen Spaß. Später werden diese Tage wahrscheinlich als schöne Erinnerungen im Gedächtnis bleiben, wie zum Beispiel der erste Auftritt oder als ein Mitglied plötzlich anfing auf der Bühne bei einem Auftritt zu tanzen und somit für eine emotionale Stimmung sorgte. Tolle gemeinsame Erlebnisse, was braucht man mehr, um sich wohl zu fühlen. Außerdem: Singen macht glücklich.