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A.M.: „Holz ist ein tolles Produkt“

von Ozan Gökkaya

„Aus dem Wald so viel Holz rausholen, wie auch nachwächst“: das ist das Motto des Hamburger Holzhändlers A.M. Er findet, dass Holz ein tolles Produkt ist und gegenüber Erdöl ein unendlicher Rohstoff ist, weil Holz nachwächst.
Schon früh kam er mit dem Holzhandel in Kontakt, da seine Familie eine Holz-Firma hatte und er dementsprechend mit Holz aufgewachsen ist. In der Jacob Jürgensen Forest Products GmbH ist er Präsident der European Timber Trade Federation. Er sorgt für den Holzimport, für die Weiterverarbeitung und für den Weiterverkauf in unterschiedliche Länder wie Russland, USA, Kanada, Vietnam, Mittel- und Südamerika.
A.M. ist ein stilvoll gekleideter älterer Herr, der einen sympathischen, offenen und selbstbewussten Eindruck macht. Er weiß exakt, was in seinem Beruf relevant und was irrelevant ist. Zudem ist er sehr zukunftsorientiert und stellt ganz genau fest, was er machen muss, damit sein Beruf in der Zukunft relevant bleibt und nicht von den Online Plattformen übernommen wird. Er sagt, dass man sich im Beruf weiterentwickeln soll, denn die Holzbetriebe, die es normal machen wie immer, sind gefährdet. Nur die Holzbetriebe, die etwas Spezielles herstellen, neue Ideen haben und sich weiterentwickeln, werden überleben.
„Es ist vielleicht unmöglich, in Grönland ein Kühlschrank zu verkaufen“ sagt A.M., dennoch liebt er es, etwas zu verkaufen, obwohl die Aufgabe unmöglich erscheint. Daran erkennt man, dass er ein leidenschaftlicher Kaufmann ist und nicht aufgibt. Denn in jedem Beruf gibt es Höhen und Tiefen – doch diese Tiefen überwinden nur die wenigsten wie A.M. Sein Betrieb war vor Jahren in der falschen Gegend tätig, hatte das falsche Produkt, nämlich afrikanisches Holz, das immer teurer wurde. Dieser Rückschlag war der Moment für ihn, dass er vielleicht doch einen anderen Beruf ausüben sollte. Aber er hatte sich davon nicht unterkriegen lassen und hat anstatt afrikanisches Holz amerikanisches Holz verkauft.
Für A.M. gehören Höhen und Tiefen im Berufsleben dazu. Sie sind ein fester Bestandteil der Karriere sowie im Leben. Denn die Höhen kommen viel langsamer als die Tiefen. Die Tiefen kommen viel schneller und öfter. Das Wichtige dabei ist, nicht aufzugeben, egal wie schwer es wird.