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Die entdeckten Farben

von Jana, 13 Jahre

Ich hörte gedämpfte Stimmen durch die kleine, unscheinbare Tür. Ich war wie so oft schon ins Schloss eingebrochen. Ich öffnete die Tür einen Spalt breit, so dass ich besser verstehen konnte was sie redeten.
„Bringt sie um“, sagte eine Stimme, die nur zu Josefina gehören konnte, sie war hoch und erinnerte ein bisschen an das Geräusch, das entsteht, wenn man mit den Nägeln über eine Tafel kratzt.
„Bringt Constanze um“, sie sagte das mit so einem Hass, dass ich mich fast erschrak. Eine Zeitlang war es still, dann hörte ich, wie eine Tür zuschlug. Die Männer, denen sie aufgetragen hatte, mich umzubringen, waren gegangen. Ich holte tief Luft und stieß die Tür auf. „Hallo Josefina.“ Sie drehte sich erschrocken um. „Constanze, was machst du denn hier?“
Sie: groß, schwarzhaarig, dunkle Augen.
Ich: klein, ganz helle, weiße Haare, insgesamt blass.
Der Raum wurde nur von mir und Josefina beleuchtet. Sie schaute mich böse und herausfordernd an. Ich guckte zurück. „Weiß auch nicht“, sagte ich „wollte nur mal hören, was du so redest. Es hatte auf jeden Fall etwas Gutes, jetzt weiß ich alles.“
Nun guckte sie erschrocken. „Ach ja? Und was hast du gehört?“
„Dass du mich umbringen lassen möchtest, wieso eigentlich?“
„Constanze, in 4 Wochen wirst du 18, und du weißt ja, was das bedeutet. Und da das Volk es nicht vergessen hat, dass du die eigentliche Thronfolgerin bist, möchten sie einen Volksentscheid.“
„Tja, meine Eltern waren halt ein faires und hilfsbereites Königspaar.“
„Ich kann ja nichts dafür, wie meine Eltern das Volk regierten, doch immerhin konnte ich sie dazu überreden, dich nicht umzubringen, du warst ja noch ein Kind, genau so wie ich.“
„Du hast recht, ich WAR ein Kind, doch jetzt bin ich keines mehr und weiß mir zu helfen.“
Nun schaute sie wieder herausfordernd. „Wachen“, schrie sie.
Ich bekam einen Schreck und lief durch die geheime Tür nach draußen. Ich lief voller Panik getrieben. Ich atmete tief ein und spürte, wie die Dunkelheit in meine Lungen kam. Ich lief und lief, mein Leuchten war nur noch schwach, das hatte einen Nachteil und zwar konnte ich nicht mehr so viel sehen, und einen Vorteil, meine Verfolger konnten mich auch nicht mehr sehen. Ich lief an den vielen runden Höhlentüren vorbei. Das Schwarz der Wände war ein starker Kontrast zu meiner eigenen weißen Haut. Ich leuchtete von innen nach außen, so wie wir alle hier, und alle hatten auch entweder schwarze oder weiße Haare. So etwas wie Farben kanten wir nicht, auch kein Licht, wir atmeten Dunkelheit. Wir können nur etwas sehen, weil wir von innen aus leuchten. Wenn wir uns körperlich anstrengen, also laufen oder irgend einen anderen Sport treiben, dann wird unser Licht schwächer. Meine Schritte und die meiner Verfolger waren deutlich zu hören, da alle anderen schliefen. Ich lief um die nächste Ecke, ich kannte mich hier nicht aus. Ich lief den Weg immer weiter entlang. Währenddessen erinnerte ich mich: Ich war zwar erst vier Jahre alt gewesen, aber die Eltern von Josfina hatten meine Eltern vergiftet. Und dann haben sie einfach behauptet, sie seien die richtige Königsfamilie. Jetzt waren sie aber auch gestorben, und Josefina wollte nun Königin werden. Und deshalb wollte sie mich jetzt auch umbringen lassen. Ich rannte immer schneller und dachte nicht darüber nach, wo ich eigentlich lang rannte. Ich sprang über einen etwas größeren Stein, blieb mit der Fußspitze hängen und fiel hin. Meine Verfolger kamen immer näher und ich wusste, wenn ich mich jetzt nicht anstrenge, dann hatten sie mich jetzt bald. Allerdings gab es da auch ein Problem, mein Leuchten wurde immer dunkler. Ich hörte meine Verfolger und konnte kaum noch etwas sehen. RUMS, ich war gegen eine Tür gerannt, ich tastete nach der Klinke und drückte sie runter und rannte in den Raum dahinter. Vor mir wieder eine Tür, ich ging zögernd auf die Tür zu und öffnete sie ganz vorsichtig und schlüpfte hindurch. Ich war in einen ungewöhnlich hellen Raum geraten, in dem nichts weiter als eine Leiter war. Ich wusste nicht, ob ich da hochklettern sollte oder nicht. Als ich meine Verfolger hinter mir hörte, war meine Entscheidung gefallen. Ich kletterte die Leiter hoch. Ich kam an einem großem Loch an und wurde eingesogen und plötzlich war ich nur noch von Wasser umgeben. Ich strampelte mit den Beinen und kam an der Oberfläche an. Hier war es noch heller als in dem Raum mit der Leiter. Ich blinzelte und schwamm auf das Ufer zu. Da saß eine junge Frau mit vor Schreck geweiteten Augen und sah mich an. Als ich mich vollends ans Land gehievt hatte, starrte sie mich weiter an und ich starrte zurück, denn sie sah so unglaublich komisch aus. Sie war nicht viel größer als ich, und ich konnte sie wirklich nicht beschreiben. Denn sie war nicht schwarz-weiß. Ich guckte schnell weg und ließ meinen Blick über den Teich schweifen, darauf schwamm ein rundes Etwas, das sechs eckige Flächen hatte, die in schwarz und weiß waren, aber das war’s auch schon.
„Wie bist du da raus gekommen? Oder wie lange warst du da schon drinnen?“, fragte die junge Frau.
Ich sah sie an. „Bin von da drunter gekommen“, sagte ich stockend. Ich war verblüfft: Sie konnte reden. Hier gab es tatsächlich Menschen und sie konnten sprechen.
Sie guckte mich entsetzt an. „Von da unten? Was ist denn da?“
„Na, meine Schwarz-Weiß-Welt!!“
„ Aha Schwarz-Weiß-Welt. Sag mal willst du mich irgendwie veralbern oder was?“
„Nein“
„Und was ist das?“
„Eine Welt voller Schwarz-Weiß halt, allerdings sehe ich hier Sachen, die ich vorher noch nie gesehen habe.
„Meinst du damit Farben?“
„Kann sein, dass das so heißt. Wenn es das ist, was in deinen Haaren ist, dann ja.“
Sie schaute mich eine Zeit lang an, dann nickte sie. „Ich habe ja immer schon geglaubt, dass es so etwas wie Außerirdische gibt, also ich möchte damit jetzt nicht sagen, dass du ein Alien bist.“
Ich war immer noch fasziniert von dieser Welt
„Erkläre mir, was Farben sind“, bat ich sie, „oder nein, sag mir erst, wer du bist.“
„Ich bin Elena und wohne hier in Wilhelmsburg, und wer bist du?“
„Ich bin Constanze und Prinzessin von der Unterwelt!!! Kannst du mir jetzt das mit denn Farben erklären?“
„Ja.“
Zum Glück war damals ein schöner sonniger Tag, daher war mir nicht kalt. Wir gingen einen Weg entlang und Elena zeigte mir ein großes Gebilde. „Das ist ein Baum und die Blätter des Baums sind grün. Grün ist eine Farbe und sie ist die Farbe der Natur und Geborgenheit, und wenn du mal hoch schaust dann siehst du den Himmel und der ist blau. Blau ist die Farbe der Kälte.“
„Und was für eine Farbe hat das Haus da?“
„Das Haus ist rot. Rot ist meine Lieblingsfarbe, denn sie ist die Farbe der Liebe.“
Ich dachte über das nach, was sie mir erzählt hatte. Es war so viel lebendiger hier oben als bei mir unten in meiner Welt. Wir kamen an drei blauen Hügeln vorbei, und da spielten überall kleine Kinder, die mich alle neugierig anguckten, wahrscheinlich weil ich nass war. Wir überquerten eine Kreuzung. Nach ein paar Metern kamen wir an einer Tür an, die aber nicht rund sondern eckig und hoch war. Wir stiegen eine Treppe hoch, die kannte ich schon aus meiner eigenen Welt, nur hatten unsere viel weniger Stufen. Elena holte einen Schlüssel aus ihrer Tasche, schloss die Tür auf und ging in ihre Wohnung.
„Du musst deine Schuhe nicht ausziehen“, sagte sie. Elena lief durch den Flur und rechts n den ersten Raum. Ich folgte ihr, sie setzte sich auf die Couch, wo schon ein junger Mann saß.
„Hallo Anton.“
„Hi“
„Hallo“, sagte ich zögernd. „Setz dich doch.“
Ich setzte mich neben Elena.
Sie nahm ein langes rechteckiges Teil mit Tasten in die Hand.“
„Was ist das?“
„Eine Fernbedienung.“ Sie drückte auf eine Taste und vor uns leuchtete es plötzlich, und ich sah viele Farben, die zusammen gesetzt ein Bild darstellten.
Die Bilder wechselten schnell, mich verwirrte das. Ich mochte das nicht, deshalb betrachtete ich Anton. Er hatte die gleiche Haarfarbe wie Elena. Elena hatte mir nicht gesagt, welche Farbe das ist.
„Elena, was ist das für eine Farbe?“
Ich zeigte auf die Haare von Anton.
„Das ist braun!!“
Anton hatte auch braune Augen, er sah wirklich gut aus. Vielleicht hatte er es bemerkt, denn er guckte zurück. Wir sahen uns eine Zeitlang in die Augen. „Warum weißt du nicht, was braun ist?“
Elena schaute mich fragend an. „Sollen wir es ihm erzählen?“
Ich überlegte und nickte.
„Was erzählen?“, fragte er.
„Also erst mal, Anton“, sagte Elena. „Das ist Constanze und sie kommt nicht von unserer Welt, sie kommt aus der Unterwelt“
„Ja ne ist klar. Ihr denkt doch nicht, dass ich euch das glaube, oder?“
Ich schaute ihn nachdenklich an, warum glaubte er uns nicht?
„Ich komme wirklich von einer anderen Welt und da werde ich bald Königin und ich bin nur hier, weil ich verfolgt wurde und ich flüchten musste!!“
Da klingelte es. Elena ging zur Tür, ich und Anton blieben im Zimmer. Plötzlich hörte ich etwas rumpeln und Elena schrie. Die Tür flog auf und darin standen meine Verfolger. Ich erschrak und schrie.
„Jetzt haben wir dich endlich“, sagten sie. Anton stellte sich in einer Art Kampfstellung vor mich. „Was wollt ihr von Constanze.“
„Da sie die rechtmäßige Prinzessin ist, sollen wir sie umbringen.“
Er schaute meine Verfolger an. „Ihr könnt sie nicht umbringen.“
„Doch das können wir.“ Er sah sich verzweifelt um und griff nach einem rundem Teil, das Zahlen hatte und Tick Tack machte und warf es. Als Elena das sah, holte sie ein kleines Ding mit auch so einem Bild darauf wie dieses große aufleuchtende Ding. Sie tippte ein paar Zahlen ein und Anton sprach weiterhin auf meine Verfolger ein. Nach einer Weile klingelte es und zwei Männer in blauen Uniformen betraten den Raum und betrachteten die zwei Männer mit der blassen Haut und den schwarzen Haaren.
„Sie sind festgenommen wegen Morddrohungen. Sie werden jetzt in U-Haft genommen.“
Sie legten ihnen Handschellen an und nahmen sie mit.
„Constanze in 3 Tagen werden sie wahrscheinlich wieder freigelassen!!!!“
„Du bist also wirklich eine Prinzessin?“, fragte Anton. Ich blickte in seine wunderschönen braunen Augen. Ich verlor mich in ihnen, doch dann riss ich mich wieder zusammen.
„Ja! Das habe ich ja nicht ohne Grund gesagt!!“
„Wir müssen in die Schwarz-Weiß-Welt.“
Er nickte: „Was willst du da?“
„Bald sind Volkswahlen, und ich muss unbedingt dabei sein.“
„Ich komme mit.“
„Wenn Anton mit kommt, dann ich auch.“
„Elena, Anton, das ist wirklich zu gefährlich.“
„Nein Constanze ist es nicht.“
„OK, wenn ihr unbedingt mitkommen wollt, dann müssen wir jetzt los. Denn als ich von meiner Welt in eure Welt gekommen bin, war es bei mir Nacht und bei euch Tag. Deshalb denke ich mal, wenn es hier Nacht ist, dann ist dort Tag.“
Ich schaute Anton und Elena an, sie guckten entschlossen zurück.
„OK“ sagte Anton „Das nehme ich auf mich eine schlaflose Nacht mit dir zu verbringen ist total in Ordnung für mich!!!!!“
Ich sah ihn verdutzt an. Sollte das ein Kompliment sein, und meinte er das auch so, wie er es gesagt hatte? Ich wollte das genauso wie er. Vielleicht war es Liebe, das wusste ich da noch nicht so genau, ich hatte so etwas wie Liebe noch nie erlebt. Aber wenn es welche ist, dachte ich, dann ist es ein wunderschönes Gefühl.
„OK dann mal los!“, sagte Elena und wir schlichen aus dem Haus den gleichen Weg zurück, den ich schon am Nachmittag gegangen war. Ich schaute mich die ganze Zeit um, bei Nacht hat selbst fast alles hier oben an Farbe verloren. Wir kamen beim Teich an.
„Ich weiß nicht mehr genau an welcher Stelle ich hochgekommen bin“, sagte ich. „Ich muss jetzt danach tauchen, und ihr kommt am besten mit, damit ihr auch da rein kommt und nicht noch ewig nach dem Eingang suchen müsst.“
Wir tauchten zwei drei mal nach dem Eingang, doch wir fanden ihn nicht, beim vierten mal fand Elena ihn, wir tauchten runter, tiefer als die anderen Male. Anton, Elena und ich ließen unsere Blicke im Wasser hin und her schweifen, da wurde Elena plötzlich eingesogen. Ich schwamm schnell zu ihr, um ihr zu helfen, doch ich wurde auch eingesogen. Dann knallte ich auf Holz, es war die Falltür, ich öffnete sie und kletterte die Leiter hinunter. Da wartete Elena schon auf mich, kurz darauf kam Anton dazu. Anton und Elena guckten sich um. „Das ist ja alles wirklich Schwarz-Weiß und auch in den verschiedensten Tönen. So heftig hätte ich mir das gar nicht vorgestellt !!“, flüsterte Anton. Wir gingen weiter in das Labyrinth der Stadt, die ich liebte.
„Diese Höhlenhäuser, das ist ja total anders als bei uns“, staunte Elena über meine Welt. Sie holte tief Luft.
„Was ist, alles in Ordnung mit dir?“
„Ja geht schon, mir war nur gerade ein ganz kleines bisschen schwindelig, aber geht schon“, erklärte Elena mir.
„War dir auch schwindelig, Anton“, fragte ich ihn.
„Ja, aber nur einmal ganz kurz!!“, versicherte er mir. Plötzlich hörten wir Stimmen. „Pscht seit mal leise“, wir gaben keinen Laut mehr von uns.
„In 10 min ist der Volksentscheid zu Ende.“
Mir stockte der Atem, der Volksentscheid war heute, und schon in 10min zu Ende, wie sollten wir es nur so schnell ins Schloss schaffen? Ich guckte zu Anton und Elena, wir waren schon seit einer halben Stunde hier unten. Manchmal schnappten sie leicht nach Luft, ich glaube, sie wollten nicht, dass ich etwas davon mitbekam. Ich stellte mich dicht an sie heran, ich flüsterte ihnen zu: „Wir müssen zum Schloss.“
„OK“, sagte Elena ziemlich kleinlaut.
„Ich muss Josefina aufhalten, sie darf nicht Königin werden, wir müssen rennen“, sagte ich.
Wir rannten, ich voraus, die beiden anderen hinter mir her. Als wir schon eine ganze Zeitlang gelaufen waren, sah ich das Schloß und blieb stehen. Mir ging es gut, aber Anton und Elena konnten nicht mehr. Jetzt schnappten sie noch mehr nach Luft. Das Schloss war die größte Höhle in der ganzen Unterwelt, die runde Tür war riesig, es gab viele große runde Fenster, und es gab mehrere große schwarze Flecken, aber sonst war es weiß. Ich zog Elena und Anton mit mir. Ich ging mit ihnen zu der Geheimtür.
„Wenn ich durch die Tür gehe, dann bin ich bei der Wahl.“
Elena schwitzte und Anton zitterte, aber er lächelte mich trotzdem an und beugte sich vor. Seine Lippen legten sich auf meine, und er küsste mich. Ich erwiderte den Kuss und schlang meine Arme um ihn. Dann guckte er mich an und sagte: „Jetzt geh da rein und werde Königin.“
Es wahr schön, dass er mir Mut machte. Wieder stieß ich die Tür auf.
„Hallo Betrügerin“, anscheinend hatte Josefina gerade versucht, dem Volk klar zu machen, dass ich nicht kommen würde, dass ich sie im Stich gelassen hatte. Sie drehte sich zu mir um: „Ich werde jetzt Königin“, fauchte sie mich an.
„Nein, wirst du nicht, immerhin bin ich die rechtmäßige Prinzessin.“
„Aber meine Eltern haben als letzte regiert.“
„Aber das war ja auch nur Lüge und Betrug.“
„Na und, mittlerweile wurde meine Familie aber schon als die richtige Königsfamilie anerkannt.“
Wie konnte sie sich bloß trauen, das vor dem ganzen Volk zu sagen, das hinter dem weit geöffneten Tor versammelt war und stumm unserem Streit zugehört hatte.
„Ich werde Königin“, sagte sie erneut.
„Nein“ hörte ich es irgendwo zwischen den Menschenmengen. Plötzlich riefen sie: „Prinzessin Constanze soll Königin werden, Constanze soll Königin werden.“
Josefina guckte sich entsetzt um, ich lächelte den Wachen aufmunternd zu. Sie nahmen Josefina fest.
Elena und Anton kamen rein gestürmt und umarmten mich, doch nachdem sie sich aus der Umarmung gelöst hatten, sah ich wie schweißgebadet sie waren, dann brach Elena zusammen und Anton konnte sich auch kaum auf den Beinen halten und ich wusste, dass sie nicht mehr genug atmen konnten. Ich rief die Wachen. „Wir müssen sie wieder zur Oberwelt bringen.“
„Oberwelt?“ fragte einer der Wachen, er sah sehr stark aus.
„Du trägst Elen,a sie kann nicht mehr selbst laufen!!!“ Ich stützte Anton, wir gingen so schnell wir konnten und kamen nach wenigen Minuten bei dem Raum mit der Leiter an.
„Wir müssen die Leiter hoch. Schnell sonst überleben sie es nicht.“
Der Wachmann mit Elena voraus, danach Anton und ich, klettern wir die Leiter hoch, durch die Falltür und dann wurden wir hoch gesogen und waren im Teich. Als wir an der Oberfläche angekommen waren, schnappten Elena und Anton nach Luft, der Wachmann sah sich um mit genau der Faszination, wie ich auch geguckt haben muss.
„Anton, ich kann hier nicht bleiben und du kannst nicht bei mir bleiben, weil du sonst erstickst“, sagte ich.
„Aber Constanze…“
„Tut mir leid.“ Ich tauchte runter und wurde in meine Welt gesogen. Der Wachmann kam hinterher und ich erklärte ihm alles, was Elena mir über die Farben erklärt hatte. Ich habe Anton, Elena und die Welt über mir nicht vergessen, und sie mich hoffentlich auch nicht.