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Die Heilerin der Gegenwart und der Zukunft

von Salomé Gandert

„Dankbar rückwärts und mutig vorwärts.“, dies ist das Lebensmotto von B.J. Die 60 -jährige Krankengymnastin hat eine weltoffene Ausstrahlung und geht entschlossen auf andere Menschen zu. Zu ihrer roten Weste hat sie ihre rote Uhr kombiniert, dazu trägt sie eine blau-weiß gestreifte Bluse, eine Jeans und Perlenschmuck. Sie hat eine sehr aufrechte Haltung und wirkt sehr fit, da sie in ihrer Freizeit gerne reitet und sich in ihrem Beruf körperlich anstrengt. B.J. wirkt interessiert an der jungen Generation. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in einer Praxis in Hamburg wo sie hauptsächlich junge Patienten behandelt.

„Als Krankengymnastin sollte man mit Menschen kommunizieren können, offen sein und den Willen haben, Menschen zu helfen“, erklärt B.J. Sie ist spezialisiert auf Rückentherapien. Ein Vorteil ihres Berufes wäre, dass man sich am Arbeitsplatz die Zeit sehr gut einteilen kann. Dadurch ist sie mit ihrer Work-Life-Balance sehr zufrieden. So hatte sie früher auch genug Zeit sich die Arbeitszeiten einzuteilen um sich auch um ihre vier Kinder zu kümmern. Sie ist froh ihre Bedürfnisse außerhalb ihres Arbeitsplatzes tätigen zu können. Ihr Beruf sagt aus Leuten zu helfen, wenn sie Probleme haben, dies tut sie nicht nur auf dem Arbeitsplatz, sondern auch außerhalb. Sie gibt z.B. jungen Schülern Tipps wie sie in der Schule aufrechter sitzen können oder sie hilft ihren Freunden bei Rückenbeschwerden. Heutzutage gibt es mehr Möglichkeiten und Chancen, die man bezüglich des Berufs hat. Die Krankengymnastin hatte jedoch einen anderen Bildungsweg als manch andere und eine andere Idee vom Beruf als sie sich vorgestellt hat. Nach dem Abitur studierte sie Landwirtschaft, weil sie Landwirtin werden wollte. Diese Liebe fürs Land entwickelte sich an ihrem Heimatsort Lensahn im Osten Schleswig-Holsteins. Doch dann brach sie ihr Studium ab und sie entschied sich für Krankengymnastik. Mit 21 Jahren erhielt sie ihr Staatsexamen.
B.J. ist offen für die Zukunft und hat keine Zukunftsängste. Sie ist der Meinung, dass jeder für sich selber entscheiden sollte was einem in der Zukunft wichtig ist, da jeder seine eigenen Sorgen und Ängste hat. Man sollte aber mit einer positiven Einstellung durchs Leben gehen. Die Krankengymnastin ist sich sehr sicher, dass ihr Beruf niemals aussterben wird und, dass dieser Job gute Zukunftsaussichten mit sich bringt. Die Gesellschaft bewegt sich mit der Zeit immer weniger und dadurch kommen immer mehr Beschwerden auf, die ein Krankengymnast behandeln muss. Künstliche Intelligenz (KI) kann in der Zukunft eines der Ursachen sein wodurch ein paar Büroberufe aussterben könnten. „Keine Maschine kann den sozialen Kontakt zu Menschen ersetzen“, behauptet B.J. Sie ist der Meinung, dass es zum Beispiel in 10 Jahren Geräte in den Fitnessstudios gibt, die bei Übungen die Werte digital speichern kann, aber sie nicht durch diese Geräte behandelt werden können. Es gibt auch Patienten, die menschliche Nähe brauchen und deswegen gerne behandelt werden möchten. Die Krankengymnastin arbeitet 80% mit der Psyche des Patienten. Die Krankengymnasten kriegen beim Anfangsgehalt 1800-2200 Euro brutto, dies soll sich im Laufe der Jahre ändern und erhöhen. Auf die Frage ob sie glaubt, dass eine junge Person ihren Platz ersetzen könnte glaubt sie, dass den heutigen Auszubildenden mehr Wissen gelehrt wird als früher, ihnen aber die Erfahrungen mit den Menschen fehlen würde. Das heißt, dass die Medizin sich immer weiterbildet und die Menschen ihr Wissen erweitern.
B.J. wirkt das ganze Gespräch hindurch sehr selbstbewusst und vertrauenswürdig. Sie interessiert sich an den Menschen, die etwas über sie erfahren möchten. Sie geht offen und energisch auf die Menschen zu. Und man kann erkennen, dass sie oft mit Menschen in Kontakt tritt. Es ist möglich mit ihr ein Gespräch zu führen ohne das vom Thema abgewichen wird. Sie antwortet auf Fragen sehr direkt und klar, sodass man das Gespräch gut mitverfolgen kann.

Die Krankengymnasten sind die Heiler der Gegenwart und der Zukunft. Sie haben gute Zukunftsaussichten und haben eine große Relevanz für die nächsten Jahre. Diesen Beruf kann man bis 64/65 Jahren tätigen und dieser kann nicht durch künstliche Intelligenz oder ähnliches ersetzt werden.
„Keine Maschine kann den sozialen Kontakt zu Menschen ersetzen“, ist eine überzeugende Aussage von B.J.