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„Folgt euren Ideen“

von Manssour Moussa

CEO mit 34: Architekt C.V. bring als erster weltweit wiederverwendbaren Einkaufstragerucksack auf den Markt.

„Wichtig ist, dass man mit offenen Augen durch die Welt läuft“ ist der Leitsatz des Architekten.

C.V. ist ein junger charismatischer Architekt und Gründer des Start up Unternehmens Ogata mit Sitz in Hamburg. Seine innovative Idee: ein wiederverwendbarer Rucksack. Er lässt Einblicke in seine Berufslaufbahn mit ihren Höhen und Tiefen und seine Zukunftsvisionen zu. C.V. gehört nicht zu den „gewöhnlichen“ Architekten. Er ist eine Art Projektentwickler, der Grundstücke kauft und andere Architekten engagiert, die für sein Projekt geeignet sind.

An seinem eleganten und zugleich lässigem Look ist nicht anzuzweifeln, dass er ein Kreativer ist. Während der Begegnung ist der 34-jährige Vater und Ehemann gelassen und entspannt. Er ist sehr zuvorkommend und offen für Fragen. Schon als Kind ist er von der Architektur begeistert und kann sich seitdem nichts anderes vorstellen. Seine Begeisterung kam zum
Großteil durch seinen Großvater, der als Inneneinrichter tätig war. Die Bauweise des Ferienhauses seiner Familie, das sein Großvater entworfen hat, fasziniert den jungen Architekten damals sehr. Nach dem Abitur hat er zunächst den Plan, die Apotheke seiner Mutter zu übernehmen. Er fängt eine Lehre zum Apotheker an und merkt jedoch nach einem Jahr, dass dies ihn nicht begeistern kann. Er bricht die Lehre ab und beginnt anschließend in Berlin Architektur zu studieren.

„Mach das was dir Spaß macht“ ist sein Motto. Das Studium beschreibt er als eine aufregende Erfahrung. Sein Dozent bemüht sich sehr, das Studium spannend für seine Schüler zu
gestalten. Er plant aufregende Exkursionen und fährt z.B mit dem Kurs nach Dänemark, um die Bauweise der Skandinavier zu bewundern. Seine Berufswahl ist keine klassische, denn aus dem Plan Architektur wird ebenfalls Produktentwickler. „Produkte können nicht nur Rucksäcke sein, sondern auch Häuser und Wohnungen“ sagt C.V. An den Abenden trifft er sich mit seinen Kommilitonen, um Skizzen zu entwerfen und an Modellen zu tüfteln.

Derzeit arbeitet er mit seinem Freund und Arbeitspartner an seinem Start-up-Unternehmen. Sie haben viel Geld in das Projekt investiert und mussten sich oft gegen die Meinung anderer stellen. Deshalb ist ihm ein unterstützendes Umfeld besonders wichtig. Die Idee ist der sogenannte „John John“, ein praktischer Einkaufsrucksack. Das Produkt soll in Zukunft Spontaneinkäufern und Fahrradfahrern das Tragen erleichtern. Das Produkt wird ab April 2020 in Aldi-Filialen erhältlich sein.
Zudem hat er den Plan, zu diesem Zeitpunkt in die Selbstständigkeit zu gehen. C.V. hat eine genaue Vorstellung seiner beruflichen Zukunft. Er sieht sich selbstständig und unabhängiger in seiner Arbeit. Freie Entscheidungsmöglichkeiten sind ihm besonderes wichtig.

Als Architekt bringt C.V. konzeptuelles Denken, Kreativität und das Entwickeln eigener Ideen mit ein. Er ist nicht der Meinung, dass künstliche Intelligenz seinen Beruf jemals ersetzen könnte. „Es wird immer einen kreativen Menschen geben müssen, der einer Maschine sagt, was sie tun soll“. Berufe mit sozialen und kreativen Komponenten werden seiner Meinung nach nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können. Für diese Arbeit braucht es Menschlichkeit und Mitgefühl, die ein Roboter schlussendlich nicht besitzt. Seine Vision für die Zukunft ist es, irgendwann zwischen 40 und 50 aufzuhören. Er möchte an den Strand ziehen, um seiner Leidenschaft nachzugehen, dem Surfen.
Wichtiger ist ihm jedoch vor dem Ende seiner Karriere, ein zufriedenes Leben zu führen.
Der Architekt war von Beginn an sehr aufgeschlossen und überzeugte mit seiner Offenheit und Gelassenheit. Er geht zuversichtlich und zukunftsorientiert seiner Tätigkeit entgegen.