shadow

Null Volt

von Josefine Pippi, 14 Jahre

Der Himmel ist dunkelgrau und die Wolkenumrisse sind kaum noch zu sehen. Ich muss mal wieder die Wäsche waschen, aber natürlich ohne Waschmaschine, denn dafür haben wir nicht genug Geld. Aber das ist in unserem Wohnviertel nicht außergewöhnlich. Denn im Crow-Viertel von Robohausen leben nun mal die, die sich die teuren großen Häuser an der Schule nicht leisten können. Unser Viertel ist so aufgebaut, dass möglichst viele Wohnungen Platz finden. Deswegen ist es auch ziemlich eng und dreckig. Fast an jeder Ecke liegt Müll, da die Müllmänner nicht durch die engen Gassen fahren können. Aber das ist für uns nur umständlich, da wir den Müll bis ans Ende des Viertels tragen müssen, um ihn loszuwerden. Ein Auto haben wir nicht. Es würde sowieso nicht durch die engen Gassen passen, und da unsere Wohnung nur eine Toilette, eine Küche und 3 weitere Zimmer hat, verbringe ich die meiste Zeit in meinem Zimmer. Mein Zimmer ist hellgelb angemalt. Das war ein Geburtstagsgeschenk meiner Oma. Sie hat mir die Farbe geschenkt, da wir das meiste Geld jeden Monat für Essen usw. ausgeben müssen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich sehr darüber gefreut habe. In meinem Zimmer steht nicht viel. Nur ein Schreibtisch, ein Bett und ein kleiner Kleiderschrank. Es gibt ein kleines Fenster, das den Raum kaum mit Licht füllt. Das war’s auch schon. Die alte Lampe an der Decke erwähne ich erst gar nicht, sie funktioniert nämlich nicht mehr. Manchmal stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn ich in eine reiche Familie geboren worden wäre. Aber es ist nun mal nicht so. Und deswegen sitze ich nun auf dem engen dreckigen Bordstein und schrubbe mir die Hände wund.

„Sally“, tönt es aus dem Fenster. „Jetzt beeile dich doch mal! Die Wäsche muss noch vor dem Essen aufgehängt werden!“ Eine braunhaarige schlanke Frau guckt aus dem Fenster.

„Ach Mama!“, denke ich mir, „kannst du denn nicht selbst die Wäsche waschen?“ Aber ich sage es nicht, denn ich weiß, dass sie selbst sehr viel zu tun hat. Ich wasche das letzte Handtuch sauber und trage die Wäsche samt Waschbrett die enge Treppe hinauf, bis in den fünften Stock. Dort angekommen stolpere ich fast über meine kleine Schwester die im Gang mit unseren Schuhen spielt. Meine Mutter nimmt mir die Wäsche ab und murmelt etwas, was ich nicht verstehe. Ich schlängele mich um meine Schwester herum und betrete unsere grasgrüne Küche. Naja, viel ist in all den Jahren von dem grasgrün nicht übrig geblieben, aber es ist da. Die Küche ist klein. Man muss aufpassen, dass man sich an den scharfkantigen Wandschränken nicht den Kopf anstößt. Die Herdplatte ist mitsamt dem Ofen nicht mehr die neueste. Aber sie funktioniert noch. Das ist so ziemlich das einzige, was in unserer Wohnung elektrisch ist.

„Mama was gibt’s heute zu essen?“, frage ich.

Genervt antwortet sie: „Na das was es immer gibt, Hühnersuppe.“ Das stimmt Hühnersuppe gibt es fast jeden Tag, außer Sonntag, denn da müssen Mama und Papa nicht arbeiten.

„Sally, bring mal den Müll vor die Tür!“, schreit meine Mutter, da sie denkt, dass ich in meinem Zimmer bin.

„Ja Mama“, sage ich nur schnell und nehme den Müllsack. „Morgen nimmst du den Müll mit in die Müllgrube!“, schreit meine Mutter mir hinterher. Als ich den Müll abstelle, sehe ich im Garten unserer Nachbarn, die außerhalb des Crow-Viertels wohnen, einen Roboter. Er macht gerade die Gartenarbeit. Im Haus sieht man, wie die Familie um den Tisch sitzt und von 3 Robotern gefüttert wird. Und wenn man denkt, das sei alles, was die Roboter machen, sollte man erst mal den Fitnesscoachroboter sehen oder den Klopapierroboter – ich glaube, ihr wisst, was der macht. Die Reichen haben ganz viele Haushaltsroboter. Sie haben auch Einkaufsroboter, die probieren sogar Klamotten für die Menschen an. Assistent- und Bodyguardroboter sind für jeden einzelnen Reichen ein Muss. Waschmaschinen? Altmodisch! Die Roboter, die Wäsche waschen, haben sogar die Fähigkeit, die Wäsche in ihrem inneren zu Bügeln. Es gibt sogar Autofahrroboter! Den Führerschein muss man heutzutage gar nicht mehr machen, wenn man so einen Roboter hat. Backroboter sind im Moment auch sehr beliebt und bei kleinen Jungs sind es die Videospielroboter. Sie spielen Videospiele für dich und lassen dich gewinnen. Tja und so haben die reichen einen Roboter für fast alles, nur nicht zum schlafen und denken, aber das kommt bestimmt auch noch…

Plötzlich flackert das Licht am Roboter draußen und er bleibt stehen. Für ein paar Sekunden lang rührt sich nichts. Dann geht das Licht wieder an, es rattert und der Roboter geht wieder ans Werk. Ich schüttele nur den Kopf. Seit einiger Zeit fallen die Roboter häufiger aus. Ich lache und denke mir: “Wenn alle Roboter ausfallen würden, wären die Reichen hilflos!“

Als ich am nächsten Morgen vom Wecker geweckt werde, bleibe ich ein paar Minuten liegen. Dann beginnt der Alltagsstress. Ich wecke meine kleine Schwester und mache Frühstück. Danach mache ich mich bewaffnet mit meiner kleinen Schwester, meinem Schulranzen und dem Müllsack auf den Weg zum Kindergarten, zur Müllgrube und zur Schule. Ich laufe an den großen Häusern und den Villen der Reichen vorbei und erreiche den Kindergarten. Dort setze ich meine Schwester ab und laufe sofort weiter, denn ich muss mich beeilen. Ich kann ja nicht mit dem Müllsack zur Schule gehen. Also jogge ich in Richtung Müllgrube, die sich im südöstlichen Teil der Stadt befindet. Dort gebe ich schnell meinen Müll ab. Als ich auf eine öffentliche Uhr schaue, merke ich, dass es schon kurz vor 8 Uhr ist. „Oh Nein! Ich komme zu spät.“ Denke ich mir und renne los. Mein Vorteil ist, dass ich sehr viel Ausdauer habe. Also schaffe ich es doch noch, zu Unterrichtsbeginn da zu sein. Ich setze mich an meinen Platz. Der befindet sich ganz vorne im Raum. Herr Bings, unser Naturwissenschaftslehrer, betritt den Raum. Stille. Alle stehen zusammen auf. Dann klingt es im Chor: “Guten Morgen Herr Bings!“

„Setzt euch“, sagt eine dunkle Männerstimme. Herr Bings ist schon seit 2 Jahren unser Lehrer und hat uns anfangs mit seiner glasglatten Glatze einen Schrecken eingejagt. Aber seine blauen Augen stechen dadurch extrem hervor und das finden fast alle der Lehrerinnen sehr attraktiv. Herr Bings ist allerdings vom Charakter her etwas merkwürdig. Er liebt es nicht nur, für alles einen Roboter zu haben, sie müssen auch ständig in seiner Nähe sein. Die Bodyguard- und Assistentenroboter parken alle an der Seite des Klassenraums. Alle außer Herr Bings‘ Roboter, die stehen hinter ihm. Er hat vor einem Jahr versucht, die Weltherschafft zu übernehmen, aber das hat er natürlich nicht geschafft. Ich frage mich, warum er nicht im Gefängnis gelandet ist oder so, aber was weiß ich schon. Herr Bings öffnet am Computer eine Präsentation, und fängt an zu reden.

„Hallo liebe Schüler! Heute wollen wir über die Entwicklung des Roboters reden. Früher gab es nur Roboter die kaum reden konnten, Staubsaugen konnten oder welche die man per Fernbedienung steuern konnte. Heute…“

Von da an höre ich nicht mehr zu. Ich sehe mich um, im Klassenraum gibt es keine Fenster aber dafür unzählig viele LED Lampen an der Decke. Ich schaue wieder in Richtung Präsentation, doch plötzlich ist es stockdunkel. Ich frage mich, ob ich gerade gestorben bin… aber nein, das kann nicht sein, ich höre ja noch, wie meine Klassenkameraden anfangen zu schreien. Ich knie mich auf den Boden und fange dann an, vorsichtig in Richtung Tür zu krabbeln. Naja, ich krabbele in die Richtung, wo ich denke, dass die Tür liegt.

„Aua!“ Ein dumpfes Metallisches Geräusch verrät mir, dass ich gerade gegen die Tür gestoßen bin. Ich stelle mich hin und ertaste den Türknauf. Dann öffne ich die Tür. Tageslicht strömt in den Raum. Herr Bings befiehlt uns, in den Gemeinschaftsraum zu gehen. Dort stehen ganz viele Kinder schon vor dem Schuldirektor, alle ohne Roboter. Der Schuldirektor berichtet: „ In der ganzen Welt ist alles durcheinander. Nach und nach geht das Strom Reservoir der verschiedenen Länder zugrunde. WIR WERDEN NIE WIEDER STROM HABEN! Ich wiederhole WIR WERDEN NIE WIEDER STROM HABEN! Danke für eure Aufmerksamkeit. Ihr seid entlassen, geht nach Hause.“

Ich gehe an den großen Häusern der Reichen vorbei. Die Menschen sehen blass aus, verzweifelt und beängstigend zugleich. Und ich frage mich: „Sind sie denn schon so abhängig von Robotern, dass sie ohne Roboter nicht leben können?“ Ich gehe weiter. Die Hektik der Reichen ist nicht zu übersehen. Sie versuchen, die Roboter wieder zum Laufen zu bringen, einige weinen sogar. Sie knien dort und versuchen die Kabel zu verbinden. Und das ist noch nicht alles! Sie flehen die Roboter an, wieder zu leben. Dann erreiche ich das Crow-Viertel. Dort hat sich nichts geändert. Warum auch? Wir haben ja sowieso keine Roboter! Der Rest des Tages verläuft ganz normal. Morgen ist Wochenende, das heißt, ich muss mal wieder einkaufen gehen. Das wird ein Spaß…

Am nächsten Morgen bin ich ungewöhnlich gut ausgeruht. Ich stehe auf und ziehe mich an. Aus der Küche ertönt Pfannengeklapper. Ich entdecke meine Mutter, während sie gerade auf der Feuerstelle Mittagessen kocht, da der Herd ja nicht mehr funktioniert. „Warte Mittagessen?“, denke ich mir. „So spät ist es schon?“ Ich tippe meiner Mutter an die Schulter und sage: „Entschuldigung, das ich so spät aufgewacht bin!“

Meine Mutter schaut mich an und sagt: „Ach, mach dir nichts draus! Du bist noch jung und brauchst Schlaf!“ Ich runzele die Stirn. „Komisch! So gelassen reagiert meine Mutter doch sonst nicht!“

Ich schnappe mir die Einkaufstüte und laufe los zum Einkaufen. Als ich plötzlich draußen einen Reichen sehe, der versucht rohes Fleisch zu essen. Aber er ist nicht der Einzige. Andere versuchen Teebeutel zu essen und andere benutzen die Hand ihres Roboters zum Handeln, nicht ihre Eigene. Ich gehe zu dem Menschen mit dem rohen Fleisch und frage ihn, was er da macht.

„Na essen!“, antwortet er mir.

„Aber das ist doch ungesund!“, schreie ich nun.

Ganz gelassen murmelt er: „Ich weiß, aber ich kann nicht kochen. Das haben immer die Roboter für mich gemacht!“

Ich schüttele den Kopf und gehe weiter, bis ich beim Einkaufszentrum ankomme. Aber was mich da erwartet, ist alles andere als normal. Die Fenster sind eingeschlagen und an der Kasse sitzt kein Mensch mehr. Das Einzige was ich lesen kann, ist ein Schild auf dem „Selbstbedienung“ drauf steht. „So war das aber nicht gemeint“, denke ich mir. Die Eingangstür ist eingeschlagen, da sie nicht mehr funktioniert und die Regale haben fast keinen Inhalt mehr, da dieser auf dem Boden liegt. Ich kämpfe mich durch die kniehohe Ware und suche mir meinen Einkauf zusammen. Außer mir sind auch noch ganz viele andere Leute im Supermarkt. Aber im Gegensatz zu mir nehmen sie alles mit, was sie kriegen können. Mir ist das, was ich sehe, genug. Ich flüchte schnell aus dem Einkaufszentrum auf die Straße. Dort tragen Familien ihre Roboter in Richtung Krankenhaus. An den Wänden hängen Schilder und Plakate mit der Aufschrift: „Versammlung in dem Schulauditorium heute um 19:00 Uhr. Bitte alle aus Robohausen kommen!“

Ich gehe weiter bis ich zu Hause ankomme. Dort wartet meine Mutter schon auf mich. „Na endlich, da bist du ja Sally!“, sagt sie, als sie mich sieht.

„Mama heute ist eine Versammlung, da sollen alle aus Robohausen hingehen!“, sage ich.

Sie nickt nur stumm, aber mit einem Lächeln auf dem Mund. Die Schadenfreude in ihrem Gesicht ist nicht zu übersehen. Also frage ich sie: „ Mama, wieso bist du so glücklich?“

Sie antwortet mir: „Hast du schon gesehen, wie daneben sich die Reichen benehmen? Sie können ohne Roboter kaum etwas selbst!“

 

Wir sind angekommen. Das Schultheater ist voll besetzt. Kerzen sind aufgestellt, um eine gute Sicht zu ermöglichen. Der Schuldirektor steigt auf die Bühne. Er beginnt seine Rede: „Willkommen im Schulauditorium! Diese Versammlung wird veranstaltet, da wir alle wissen, dass wir ein großes Problem haben. Wir wissen nicht mehr, wie man sich versorgt. Naja, was sage ich da, die Leute aus dem Crow-Viertel wissen das bestimmt noch. Würdet ihr uns helfen, wieder zu erlernen wie wir uns versorgen können? Ohne euch sind wir aufgeschmissen!“

Aus der Menge hört man nun ein „Wieso sollten wir?“ und ein „Ihr werdet uns doch sowieso nur ausnutzen!“. Das ganze Auditorium ist voller Schreie und Gemurmel. Der Schuldirektor sagt: „Na, weil wir euch brauchen!“, aber das regt die Leute nur noch mehr auf.

„Wir haben immer in Armut gelebt!“ „Genau! Und ihr habt immer in den schönen großen, teuren Häusern vor unserer Nase ein tolles Leben gehabt!“

„Nun beruhigt euch doch mal!“, versucht der Schuldirektor die Ausbrüche zu kontrollieren. „Wir bieten euch Geld, so viel ihr wollt!“

„Und was haben wir davon?“, tönt es aus der Menge. „Das nützt uns sowieso nichts mehr!“

Plötzlich stehen nach und nach Leute auf. Es sind die Armen. Sie verlassen das Auditorium! Meine Mutter will auch gehen, aber ich halte sie am Ärmel fest und ziehe sie wieder auf den Sitz. Einige Reiche stehen nun auf, laufen den Armen hinterher und knien sich vor sie auf den Boden. Ich kann es kaum glauben, sie betteln! Die Reichen betteln die Armen an! Dann wird mir klar, dass sie unsere Hilfe wirklich brauchen. Ein kleiner Gedanke schlummert in mir. Der Schuldirektor rennt nun auch von der Bühne. Er wird aber von einem Armen angehalten und der Arme schlägt ihm die Faust ins Gesicht. Das geht zu weit. Ich denke nach, dann stehe ich auf und gehe zur Bühne. „Was machst du da?“, kreischt meine Mutter, aber ich reagiere darauf nicht. Entschlossen gehe ich weiter, bis zum Ziel. Ich stemme mich die Treppen hoch und laufe in die Mitte der Bühne. Dort schreie ich: „Ruuuuuuhhhhheeeeeee!“

Zu meiner Überraschung wird es leise. „Ihr braucht Hilfe? Ihr kriegt Hilfe, aber nur wenn ihr uns so akzeptiert, wie wir sind und es keinen Niveauunterschied mehr gibt. Ab sofort teilen wir alles! Wer von euch hilft mir, den Reichen zu helfen? Kommt schon, wir sind eine Stadt, ein Team!“

Plötzlich steht im Hintergrund eine braunhaarige Frau auf. Sie hebt ihre Hand. „Mama? Du willst mir helfen?“, frage ich überrascht. Sie nickt und ich lächele. Mehr und mehr Leute stehen auf. Es ist wie ein Domino Effekt. Die Kerzen verschönern den Moment, wo alle gleich sind.

„Gut, dann gehen wir alle mal ins Crow-Viertel. Wir treffen uns dort. Jeder reiche sucht sich eine andere Familie, die euch dann hilft.“ Die Leute stehen auf. Von nun an gibt es keinen Unterschied mehr zwischen reich und arm.

Ich warte, bis alle aus der Schule strömen und bemerke, dass Herr Bings nicht in Richtung Crow-Viertel, sondern in Richtung seines Labors geht. Ich folge ihm.

„Herr Bings, was machen Sie denn da?“, frage ich ihn. Er dreht sich um. Wut ist auf seinem Gesicht zu sehen.

„Was interessiert dich das?“, schreit er mich an. Eine Weile lang gehe ich hinter ihm her, bis wir an seinem Labor ankommen. Herr Bings öffnet die Tür. Ein knarrendes Geräusch ertönt. Sein Labor ist dunkel, selbst wenn das Licht an ist. Herr Bings geht auf ein mir unbekanntes Gerät zu.

„Herr Bings, jetzt hängen Sie doch nicht hinterher. Klar, Ihre Roboter sind ein Verlust, aber sehen Sie doch mal nach vorne! Gemeinsam können wir ohne großen Aufstand weiterleben! Sie müssen nur mitkommen und uns helfen lassen…“, sage ich so verständnisvoll wie möglich.

„Nein!“ schreit er, und bricht in Tränen aus. „Es muss funktionieren! Diese Maschine erzeugt Strom. Alle werden mir gehorchen!“ Er legt einen großen, eisernen Hebel um, aber nichts passiert. „Komm schon!“ ruft er, und tritt die Maschine, aber es bleibt still. Herr Bings bricht zusammen. Er liegt auf dem Boden und weint. Ich setze mich neben ihn und sage: „Herr Bings, kommen Sie mit. Nutzen Sie die Chance und starten Sie einen Neuanfang!“

Nun sieht er mich an. „Meinst du wirklich?“, fragt er, so als würde er mir vertrauen.

„Ja, ich werde Ihnen helfen.“ Sage ich und lächele ihn an. Er steht auf, ich helfe ihm dabei und gemeinsam schlendern wir in Richtung Crow-Viertel.